Artnet: Übernahme vorerst abgewehrt

Die Aktionäre der artnet AG haben auf der Hauptversammlung des Unternehmens am gestrigen Mittwoch ein klares Votum abgegeben für den Kurs von Gründer Hans Neuendorf.

Mit großer Mehrheit folgten die Aktionäre den Beschlussvorlagen des artnet-Managements. Neben der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011 wurden sowohl die Satzungsänderungen als auch die Wahlen zum AR mit großer Mehrheit verabschiedet. Zahlreiche Gegenanträge der Redline Management S.A aus Luxemburg und der Weng Fine Art wurden dagegen abgewiesen. Damit ist der Versuch von Redline, die Mehrheit bei der artnet AG zu übernehmen, zumindest vorerst gescheitert. artnet-Gründer Hans Neuendorf zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Das Unternehmen ist auf einem sehr guten Weg. Wir brauchen keine Investoren, denen es nur um Profilierung und Profit statt um Kunst geht. artnet wird aus eigener Kraft weltweit erfolgreich sein!"

Der neue CEO Jacob Pabst, seit 1. Juli für die artnet AG verantwortlich, kündigte eine Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre und deutlich verbesserte Umsatz- und Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2013 an. "Wir haben weiter ehrgeizige Ziele. Wir geben uns mit dem Wert, den wir bisher geschaffen haben, nicht zufrieden. Unser Portfolio an Produkten ist komplett - und einzigartig", so Pabst in seiner Rede auf der Hauptversammlung.

artnet ist die weltweit führende Plattform für Kunstauktionen im Internet. Das Geschäftsfeld Auktionen wächst derzeit um 23 Prozent pro Jahr, im Durchschnitt verkauft artnet pro Woche 70 Lose (Kunstwerke). Als einziges Unternehmen weltweit verfügt artnet über einen Preisdatenspeicher, in dem alle internationalen Auktionsergebnisse der zurückliegenden 20 Jahre erfasst sind. Im Mai 2012 hat das Unternehmen den Index C50 vorgestellt: er zeichnet die Wertentwicklung der 50 wichtigsten zeitgenössischen Künstler in den letzten 25 Jahren nach. Der Index, Teil des neuen Produkts artnet Analytics, erhöht die Transparenz für Investoren und Sammler und gilt als einmaliges Bewertungsinstrument für den Kunstmarkt.dpa

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