Art Cologne

Köln

Basel, hab acht
Fahnen am Eingang Süd der ältesten Kunstmesse der Welt (Foto: Art Cologne)

BASEL, HAB ACHT

Heute abend öffnet die 46. Art Cologne die Türen für die Vernissage. Bis zum 22. April werden über 200 Galerien ihre Künstler präsentieren
// MICHAEL KOHLER, KÖLN

Die Art Cologne hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung erlebt. Entsprechend selbstbewusst blickt Daniel Hug, der die traditionsreiche Messe 2007 im Sinkflug übernahm, seiner vierten Amtszeit entgegen. Im Gespräch mit art erklärte er, die Kölner Kunstmesse wieder zur weltweit wichtigsten Messe für zeitgenössische Kunst machen zu wollen. Ein erster Schritt auf diesem ehrgeizigen Weg ist die Kooperation mit der New Art Dealers Alliance (NADA), einem US-amerikanischen Galerienverband, der sich der Förderung junger Kunst verschrieben hat und sich in den letzten Jahren als Satellitenmesse der Art Basel Miami Beach etabliert hat. Die NADA wird diesmal in den Kölner Messehallen einen eigenen, deutlich von der übrigen Messe abgegrenzten Bereich beziehen und bringt einen eigenen Beirat mit. Gemeinsam mit den New Contemporaries kommt die junge Kunst in Köln damit auf 77 Galerien und bildet ein beachtliches Schwergewicht der Messe. Weichen muss dafür der Open Space, der laut Hug seinen Zweck erfüllt hat, rheinische Galerien zu vergleichsweise geringen Einstiegsmieten wieder an die Art Cologne zu binden. Fester Bestandteil der Messe ist wieder die Sonderschau, die in diesem Jahr dem Objekt- und Aktionskünstler Dieter Roth (1930 bis 1998) gewidmet ist.

Für die nahe Zukunft liebäugelt Hug damit, die 1992 gegründete Unfair wiederzubeleben. Ansonsten freut sich Hug über gute Resonanz: Er kann prominente Neuzugänge wie Thaddaeus Ropac oder Moeller Fine Art begrüßen und darüber hinaus zahlreiche Rückkehrer, die der Messe die Treue halten. Natürlich profitiert Hug auch vom Chaos in der Berliner Kunstszene. Nach dem Wegfall des Art-Forums Berlin ist die Art Cologne wie­der der unbestrittene Platzhirsch des deutschen Kunsthandels.

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1 Leserkommentar vorhanden

http://ninichissima.wordpress.com/

23:39

18 / 04 / 12 // 

mehr erwartet

ich war heute da und es ist sicherlich gut, aber nach diesem Artikel habe ich mehr erwartet. Da waren viele gute und bekannten Gallerien und Namen aber mir hat die Vielfältigkeit gefehlt. Oder liegt es bei mir? :-O Die Messe war mehr international als erwartet, was die Gallerien betrifft, aber die vertretene Künstler waren auch hauptsächlich etablierten Künstler aus Europa und USA. Ich habe mich mehr aus Asien und/oder arabischem Raum gewünscht, wie bei anderen Messen gesehen. P.S. NADA war sicherlich ein von Highlights!

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