Ausgabe: 01 / 2012

Flucht nach vorn

Designmuseum: Ja oder nein? Pro und Contra mit Volker Albus und Claudia Banz (12/2011)

Leserbriefe

Ich habe mich schon manches mal über Designausstellungen geärgert:

Man kommt sich manchmal vor wie im Kaufhaus, wenn dort nur reihenweise Stühle, Toaster oder Fernsehgeräte abgestellt werden. Oft fehlen hilfreiche Bezeichnungen, wie bei der Apple-Ausstellung in Hamburg, wo bei vielen Geräten nicht einmal gesagt wurde, was sie eigentlich sind - einigen dieser alten Braun-Kisten sieht man nun mal nicht von selbst an, welche Funktion sie haben. Aber anstatt die Arbeit in den bestehenden Museen zu verbessern, tritt man lieber die Flucht nach vorn an und fordert ein neues Designmuseum.

Was nützen immer mehr Museen, zumal im Designbereich, wo die Besucherzahlen nicht gerade überwältigend sind?

Oft ist man nahezu allein, wenn man sich in solche Ausstellungen "verirrt". Vielleicht sollte man darüber nachdenken, sich von verstaubten Begriffen wie "Kunstgewerbe" zu verabschieden.

Gunnar Reimann, per E-Mail

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