Off-Spaces - zone E

Off-Spaces: die Galerie "zone E" in Essen

art präsentiert alternative Kunstorte in Deutschland. Diesmal: die Galerie zone E, einen Kunstraum in Essen
Trainingslager der Subkultur:Off-Spaces: zone E

Kenneth van Sickle: "New York"

Welche war Ihre bestbesuchte Ausstellung? Und warum?

Die Ausstellung "Imbisse" von Antje Dorn. Als aufstrebende Künstlerin mit großem Renommee und dialektischem Humor hat sie Publikum und Museumsleute begeistert. Im Jahr 2011 stellt Antje Dorn im Museum Folkwang aus.

Und der größte Misserfolg?

In unserer Arena der Darstellung gibt es Erfahrungen und Reaktionen, keine Misserfolge.

Welche Ausstellung würden Sie gerne einmal realisieren, wenn Geld keine Rolle spielt?

Paul Outerbridge, Louise Bourgeois, Francis Bacon, Mike und Douglas Starn.

Ihre Philosophie, beziehungsweise Ihr Konzept in einem Satz?

"No great collection was ever found without a dealer." – Gil Edelson

Was ist Ihre Motivation, einen solchen Off-Space zu betreiben?

Die Liebe zu kompromissloser, anspruchsvoller Kunst.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus?

Wir beobachten Künstler, begleiten ihre Entwicklung und laden sie zu Gruppenaustellungen ein. Medienkunst, Fotografie, Environment, Plastik und Malerei bilden die Schwerpunkte der "zone E". Wenn wir Verbindungslinien zu unserem Programm entdecken, nehmen wir Kontakt zum Künstler auf.

Bitte eine abenteuerliche oder skurrile Anekdote aus Ihrem Off-Space!

Den Raum gibt es seit Beginn des Studiums von Marc Gümmert an der Folkwangschule 1977. Alle sechs bis acht Monate wechselte der Besitzer. Von der Trinkhalle, zur Pommes-Bude, zum China-, Griechen- oder Türken-Imbiss. Alle verschwanden nach ein paar Monaten. Die "zone E" hat sich bislang am längsten gehalten. Seit über vier Jahren. Kunst ist doch nachhaltiger als Fast Food...

Wo und wann hört die Freiheit alternativer Kunstorte auf?

Verfolgen wir den Mainstream, liegen wir in Ketten. Verfolgen wir unsere Idee, sind wir frei.

Wenn Sie kein Off-Space wären, was für ein Raum wären Sie dann?

Ein Museum unter der Voraussetzung, kompromisslos arbeiten zu können!

Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Wir haben keine Wünsche, wir haben das Bedürfnis nach intellektuellen, ästhetisch gebildeten Sammlern, die Qualität suchen und keine Dekoration.

Fakten, Fakten, Fakten:

Gründungsjahr: 2006

Leitung: Marc Grümmert / Prof. Knut Wolfgang Maron

Wie viele Helfer/Mitarbeiter: Drei

Unbezahlter Arbeitsaufwand pro Woche: Zehn bis 30 Stunden

Ausstellungsfläche: 16 Quadratmeter mit vollverglaster Fensterfläche. Nachts ist der Raum beleuchtet, so sind die Arbeiten wirklich Tag und Nacht zu sehen

Altersdurchschnitt der Besucher: 40

Jahresbudget: 20 000 Euro

Galerie zone E – Kunstraum Essen

Kahrstr. 54, 45128 Essen
http://www.zone-e.info/
kwm@zone-e.info