Off-Spaces - Raum 4.4

Off-Spaces: Raum 4.4 in Leipzig

Jede Woche präsentiert art alternative Kunstorte in Deutschland. Diesmal: Raum 4.4 in Leipzig

Welche war Ihre bestbesuchte Ausstellung? Und warum?

Bastian Muhr: Die bestbesuchte Ausstellung war die Gruppenausstellung "Das Beste zum Schluss". Wir zeigten Selbstporträts von den Studenten aus der Klasse von Annette Schröter.

Und der größte Misserfolg?

Wir können uns selbst unter großen Bemühungen an keinen Misserfolg erinnern.

Welche Ausstellung würden Sie gerne einmal realisieren, wenn Geld keine Rolle spielt?

Eine Einzelausstellung des englischen Künstlers Frank Auerbach.

Ihre Philosophie beziehungsweise Ihr Konzept in einem Satz?

Der Raum 4.4 versteht sich als Ort innerhalb der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, in dem sich die Studenten unabhängig von Dozenten oder Galeristen noch zu Studienzeiten ausprobieren und erste Ausstellungserfahrungen sammeln können.

Was ist Ihre Motivation, einen solchen Off-Space zu betreiben?

Die Motivation kam im großen Maße mit der Möglichkeit, den Raum zu nutzen. Mit dem Angebot von Annette Schröter, ihr eigenes Büro zum Ausstellungsraum umzubauen und erste Veranstaltungen zu realisieren, kamen auch gleich die ersten Ideen, wie man den Raum tatsächlich nutzen könnte. Besonders die Möglichkeit, unabhängig und vor allem kurzfristig Veranstaltungen zu organisieren, ist eines der Hauptmotive.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus?

Da die regelmäßigen Veranstaltungen im Raum 4.4 von den Studenten der Klasse von Annette Schröter ins Leben gerufen wurden, setzten wir auf die Positionen aus dieser Klasse einen Schwerpunkt. Ausgehend davon wurde es mit der Zeit jedoch immer interessanter, ein Programm zu entwickeln, das neben Studenten auch Professoren und anderweitige Gäste zeigt. So konnten wir im letzten Semester die Professoren Fritz Best und Kathrin von Maltzahn in Einzelausstellungen vorstellen. Für das neue Semester planen wir einen Austausch mit Studenten von Valérie Favre aus der UDK Berlin. Kriterium ist auf jeden Fall, dass die gezeigten Positionen eine Verbindung zur Hochschule haben, oder für die Studenten interessant sind.

Bitte eine abenteuerliche oder skurrile Anekdote aus Ihrem Off-Space:

Wir haben häufig Probleme mit Reinigungskräften die unser Leergut gewinnbringend entsorgen...

Wo und wann hört die Freiheit alternativer Kunstorte auf?

Wenn wir nicht mehr machen können, was wir wollen.

Wenn Sie kein Off-Space wären, was für ein Raum wären Sie dann?

Ein Büro.

Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Dass es uns gelingt, den Raum auch auf längere Sicht als studentischen Ausstellungs- beziehungsweise Veranstaltungsraum in der Hochschule zu etablieren.

Fakten, Fakten, Fakten:

Gründungsjahr: 2009

Leitung: Projektleitung: Annette Schröter, Bastian Muhr, Martin Groß

Wie viele Helfer/Mitarbeiter: Mal mehr, mal weniger...

Unbezahlter Arbeitsaufwand pro Woche: ??

Ausstellungsfläche: zirka 30 Quadratmeter

Altersdurchschnitt der Besucher: 25 bis 30

Jahresbudget: 0 Euro

"Raum 4.4"

HGB Leipzig, Wächterstraße 11, 04107 Leipzig
http://www.hgb-leipzig.de/raum4.4/
raum4.4@gmx.de