Off-Spaces: Farbenladen - München

Off-Spaces: Farbenladen

Trainingslager der Subkultur: In der Serie "Off-Spaces" präsentiert art alternative Kunstorte. Diesmal: der Farbenladen
Trainingslager der Subkultur:Off-Spaces: Farbenladen

Außenansicht des Farbenladens zur "Blauen Stunde"

Welche war Ihre bestbesuchte Ausstellung? Und warum?

Unsere bestbesuchte Ausstellung bisher war "The Needle and the Damage Done" von Steffi Müller & Klaus Dietl. Der große Erfolg dieser Ausstellung lag vor allem darin, dass die beiden Künstler es geschafft haben, eine sehr interaktive Ausstellung zu gestalten, bei der jeder herzlich dazu eingeladen war, etwas beizutragen oder mitzumachen.

Und der größte Misserfolg?

In eineinhalb Jahren hatten wir bis jetzt noch keine wirklichen Misserfolge, denn jede einzelne Veranstaltung hat ihr Publikum gefunden, und immer sind daraus auch neue Ausstellungen und Kooperationen entstanden.

Welche Ausstellung würden Sie gerne einmal realisieren, wenn Geld keine Rolle spielte?

Kaum vorzustellen, dass Geld mal keine Rolle spielt. Lieber nicht darüber nachdenken.

Ihre Philosophie beziehungsweise Ihr Konzept in einem Satz?

Der Farbenladen ist ein Schaufenster und Forum für junge Münchner Kunst, egal welcher Disziplin, und soll möglichst offen für jeden sein.

Was ist Ihre Motivation einen solchen Off-Space zu betreiben?

In einer Stadt wie München, in der es vor allem an Räumlichkeiten fehlt, wollen wir mit unserer kleinen Galerie etwas Abhilfe verschaffen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus?

Wir versuchen momentan noch jedes Projekt umzusetzen, und schaffen dies auch früher oder später immer. Wir haben eigentlich nur ein Kriterium, das erfüllt sein sollte: Die Ausstellung, die Kunstwerke oder die Künstler selbst sollten sich im weitesten Sinne mit Popkultur beschäftigen.

Bitte eine abenteuerliche oder skurrile Anekdote aus Ihrem Off-Space:

Im Grunde ist jede neue Ausstellung ein Abenteuer, denn wir betreten jedes Mal wieder Neuland, wenn die Künstler anfangen, ihre Ausstellungen aufzubauen. Ob sie mitten in den Raum ein Boot bauen oder mal eben eine Wand quer durch den Raum zimmern. Aber genau das macht den Reiz aus, dass es immer was neues gibt.

Wo und wann hört die Freiheit alternativer Kunstorte auf?

Ich befürchte bei den Anwohnern...

Wenn Sie kein Off-Space wären, was für ein Raum wären Sie dann?

Dann wäre der Raum wohl ein Matratzen Outlet.

Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Wir hoffen, dass wir den Raum noch eine lange Zeit weiter bespielen können.

Die Fragen beantwortete Christian Kiesler

Gründungsjahr: 2010

Leitung:Christian Kiesler / Feierwerk e.V.

Wie viele Helfer: keine

Unbezahlter Arbeitsaufwand pro Woche: keiner

Ausstellungsfläche: ca. 120qm

Altersdurchschnitt der Besucher: 16 - 50

Jahresbudget: 0 - 500 Euro

Mehr zum Thema auf art-magazin.de