Off-Spaces: die Mindpiraten - Berlin

Off-Spaces: Mindpiraten

In der Serie "Off-Spaces" präsentiert art alternative Kunstorte. Diesmal: die Mindpiraten
Trainingslager der Subkultur:Off-Spaces: Mindpiraten, Berlin

Cafe Endlager Ausstellung in Berlin vom 18.06.2010

Welche war Ihre bestbesuchte Ausstellung? Und warum?

Unser Ort befindet sich in einer ständigen Veränderung, so genannte klassische Ausstellungen machen wir nicht. Das eine führt zum anderen. Hängt jemand ein Bild ab, kommt der nächste und macht ein neues ran. Wir machen auch viel im Bereich Performance und Interdisziplinäres. Die besten Tage sind die, wo die Leute, der Raum und die Kunst eins werden.

Und der größte Misserfolg?

Das war der 12 Feburar 2011 da konnten wir keinen Schlüssel finden
und dadurch konnten wir leider an diesem Abend nicht öffnen.

Welche Ausstellung würden Sie gerne einmal realisieren, wenn Geld
keine Rolle spielt?


Die nächste Documenta.

Ihre Philosophie beziehungsweise Ihr Konzept in einem Satz?

Sie scherzen: Wir sind ein Künstler-Kollektiv. Da gibt es keine Philosophie, da herscht das Chaos der Gruppe.

Was ist Ihre Motivation einen solchen Off-Space zu betreiben?

Wir selbst. Wir wollten einen Ort, an dem wir unabhängig sind und der von uns kommt. Ein Künstler-Wohnzimmer, das wir mit allen teilen und in dem wir uns ausprobieren können.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus?

Manchmal haben wir das Gefühl, die wählen uns aus und wenn wir
begeistert sind, passiert auch etwas. Wir lieben es, uns zu vermischen.

Bitte eine abenteuerliche oder skurrile Anekdote aus Ihrem Off-Space:

Letztes Jahr hatten wir eine große Gruppen-Ausstellung in Stuttgart kuratiert, das "Cafe Endlager", danach wollten wir die Exponate nochmals im Vereinsheim zeigen und hatten dabei massive Platzprobleme. Also landeten 100 gelbe Atomfässer im Hof als Skulptur, die uns nach und nach von der Anti-Akw Bewegung gestohlen worden.

Wo und wann hört die Freiheit alternativer Kunstorte auf?

Bei uns, wenn unser Nachbar die Polizei wegen Ruhestörung anruft.

Wenn Sie kein Off-Space wären, was für ein Raum wären Sie
dann?


Dann wären wir spaced-out.

Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Das müssen wir erst mal in der Gruppe besprechen.

Gründungsjahr: 2009

Leitung: Mindpirates

Wie viele Helfer/Mitarbeiter: 12-24

Unbezahlter Arbeitsaufwand pro Woche: viel

Ausstellungsfläche: 300 qm

Altersdurchschnitt der Besucher: 110 IQ

Jahresbudget: haben wir nicht