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Der Monet-Teich

Ein kleiner eigentlich namenloser Teich in der japanischen Stadt Seki, lässt nicht nur die Herzen potentieller Hobby-Impressionisten und Boesner-Kunden höher schlagen … sondern jetzt auch unsere. Ein paar Lilien, einige Koi-Karpfen, klares Quellwasser: Fertig ist die perfekte Realkopie eines Claude-Monet-Gemäldes.

Das Kleinod am Nemichi Schrein wird mittlerweile nicht nur von Touristen "Mone no Ike" (Monet-Teich) genannt. Denn tatsächlich: Wäre der französische Impressionist nicht schon 90 Jahre tot, man käme zu der Überzeugung, er hätte seine berühmten Seerosen-Bilder nicht in Giverny gemalt, sondern in der Gifu Präfektur in Fernost. Der Teich wurde in den achtziger Jahren angelegt und soll besonders zur Zeit der Kirschblüte und im Herbst seine voll Pracht entfalten. Für kunstaffine Japan-Reisende ist er dann auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Uns reicht jedoch auch dieser leicht unscharfe Handyfilm, betont er doch die malerische Referenz der Szene und lässt den Betrachter noch tiefer eintauchen und dabei die Realität, die Arbeit, den Stress vergessen. Ach… sind wir nicht alle ein bisschen Boesner?

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Claude Monet
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