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Strampelnd zur Kunst?

Strampelnd zur Kunst?

Ein überdimensionaler Dinosaurier, eine monströse Mehrjungfrau, ein Riesen-Seepferd: Ausgestattet mit einem GPS-Sender strampelte der Kanadier Steven Lund (50) bereits hunderte Kilometer mit dem Fahrrad durch Victoria in British Columbia. So lange, bis sich besate Bilder - möglichst kompliziert und verschnörkelt - auf Google Maps abzeichneten. "Stava-Art" heißt diese Kunstrichtung, benannt nach dem Netzwerk Stava, auf dem Ausdauersportler ihre Strecken digital aufzeichnen und austauschen. Seine Bilder veröffentlicht der Sportler außerdem regelmäßig auf seinem Blog "Sketchbook of a GPS Artist".

Das Klischee des ungeschliffenen Sportlers als Kraftmensch ohne feinen Kunstsinn ist hiermit also endlich gebrochen. Nur leider lässt ein Blick in das Skizzenbuch der Radfahr-Maler letztlich doch etwas an der ganz großen Genialität zweifeln: Etwas schade ist nämlich, dass die Radler ihre Motive offenbar ausschließlich in Malbüchern von Fünfjährigen finden.

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