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Gänsehautgarantie!

Kunst muss auch mal weh tun, keine Frage. Aber gilt Gleiches auch für die Werbung, die uns zur Kunst bringen soll? Für eine Ausstellung mit über 50 Botticelli-Werken in der Berliner Gemäldegalerie (siehe aktuelle Ausgabe von art) wird derzeit mit – nun ja – recht eigenwilligen YouTube-Trailern geworben.

Einen Gänsehauteffekt kann man den fünf Kurzfilmen der Agentur Bboxxfilme schwer absprechen. Nur rührt der vor allem von den schweren, bedeutungstriefenden Kitschwolken, mit denen sie ihre Zuschauer einnebeln. Eher betatscht als berührt fühlt man sich da. Oder können wir nur nicht mehr umgehen mit solch geballt betörender Schönheit?

Es beruhigt uns jedenfalls, dass Botticellis echte Bildfiguren einfach nur dastehen, ohne uns noch zweideutig flüsternd auf die Pelle zu rücken.

Online-Redaktion
Hier ermittelt die Online-Redaktion von art ungeklärte Fälle der Kunst und ästhetische Unfälle des Alltags