Art Berlin Contemporary - Vorschau

Leistungsschau der Berliner Galerien

44 Galerien, 74 Künstler, 9000 Quadratmeter – die Premiere der "Art Berlin Contemporary" verspricht eine gigantische Überblicksschau zur Gegenwartskunst zu werden. art präsentiert vorab die Höhepunkte – und schürt die Vorfreude.
Berliner Leistungsschau:art präsentiert vorab die Höhepunkte der "ABC"

Marepe, "Desempoladeira", 2003/2006; Holz und 300 Metallblättchen; Maße variabel

Die Initiatoren der neuen Ausstellung "ABC Art Berlin Contemporary" wollen der zeitgenössischen Kunst einen größeren Raum geben. "Gleichzeitig brauchen wir Museen, die am Zeitgeist festhalten. Es müssen mehr renommierte Künstler, die in Berlin arbeiten, gezeigt werden", sagten die "ABC"-Geschäftsführer, Martin Klosterfelde und Alexander Schröder, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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Strecken Teaser

Von diesem Freitag an (bis 7. September) stellen 44 Berliner Galerien auf der "ABC" die Werke von 74 Künstlern vor. Auf 9000 Quadratmetern werden in den Hallen des Alten Postbahnhofes am Gleisdreieck zum Teil für die Ausstellung produzierte Arbeiten vorgestellt. Schwerpunkte der ersten "ABC"-Ausgabe sind Skulpturen, Installationen und projizierte Bilder. Renommierte Künstler sollen dabei neben neuen Namen der Kunstszene vertreten sein.

Zu sehen sind unter anderem Werke des documenta-Künstlers Ai Weiwei aus China, des französischen Bildhauers Daniel Buren sowie des Schweizer Installationskünstlers Thomas Hirschhorn.

Mit den guten Arbeits- und Lebensbedingungen für junge Künstler und der steigenden Zahl von Galerien habe sich Berlin neben New York als wichtigstes Zentrum für aktuelle Kunst weltweit etabliert. "In Manhattan kann man sich nicht einfach so ein großes Studio mieten." Auch andere deutsche Städte könnten nicht mithalten. "Der Rest der
Republik leert sich und kommt nach Berlin", sagte Schröder.

Die Berliner Galeristen wollen mit der "ABC"-Ausstellung die Präsentation neuer Kunst selbst in die Hand nehmen. "Das ist keine Kampfansage an das 'Art Forum'", betonte Klosterfelde. "Aber es macht wenig Sinn für Galerien, sich auf einer Kunstmesse in der eigenen Stadt zu zeigen". Zwischen Berliner Galeristen und dem "Art Forum" hatte es immer wieder Differenzen wegen des Messetermins gegeben.

Auf der "ABC"-Ausstellung wolle man gezielt auch Laien für aktuelle Kunst interessieren und schnelle Verbindungen zu den Galerien herstellen. Die Ausstellung sei eine "Leistungsschau" der Berliner Galerien, wolle aber gleichzeitig unabhängig bleiben. Anders als auf einer Messe gebe es bei der "ABC" keine Stände der Galerien. "Bei uns gibt es keine VIP-Lounge und auch keine Vor-Vorbesichtigung", betonte Klosterfelde. Auch für kommendes Jahr sei bereits eine ABC-Ausstellung geplant. Die Termine im Alten Postbahnhof habe man sich bereits gesichert.

Esteban Engel, dpa

"Art Berlin Contemporary"

Termin: 4. bis 7. September, Postbahnhof am Gleisdreieck, Luckenwalderstrasse 4–6, 10963 Berlin, U-Bahn-Station: Gleisdreieck; Öffnungszeiten: 10 bis 20 Uhr; Eintrittspreise 7 Euro, ermäßigt 5 Euro; Publikation: 3 Euro; Führungen Freitag–Sonntag, 11:00 Uhr–18:00 Uhr, Beginn zu jeder vollen Stunde, Dauer: 74 Minuten; 10 Euro.
http://www.artberlincontemporary.com/