Auktionen - London

Rekordpreis für Jeff Koons

Weltrekorde am laufenden Band – nach Claude Monet (51,7 Millionen für ein Gemälde aus der Seerosen-Serie) und Gino Severini (18,9 Millionen für das Werk "Tänzerin") – wurde bei Christie's nun ein neuer Rekordpreis für eine Koons-Skulptur erzielt: 16,3 Millionen Euro für "Ballon Flower".

Eine metallic-pinkfarbene Ballon-Skulptur des Künstlers Jeff Koons ist in London für den Rekordpreis von 12,9 Millionen Pfund (16,3 Millionen Euro) versteigert worden. Das ist der höchste Preis, der jemals für eine Arbeit des US-Künstlers (geboren 1955) bei einer Auktion gezahlt wurde, teilte das Auktionshaus Christie's mit.

Die fast drei Meter hohe Blume aus verchromten Edelstahl ging am Montagabend an einen anonymen Bieter. Koons brauchte fünf Jahre, um die Skulptur herzustellen. Das Werk aus der Rachofsky-Sammlung in Dallas übertraf nur knapp den Schätzpreis von 12 Millionen Pfund.

Außerdem wurde das Aktgemälde "Naked Portrait with Reflection" von Lucian Freud für 11,8 Million Pfund versteigert – das war zwar der zweithöchste Preis für ein Werk des 85 Jahre alten britischen Malers, lag jedoch unter dem Schätzpreis von 15 Millionen Pfund. Freud hatte erst im Mai mit dem lebensgroßen Akt "Benefits Supervisor Sleeping" in New York einen Rekord erzielt.

Das Triptychon "Three Studies for a Self Portrait" von Francis Bacon wechselte für 17,3 Millionen Pfund den Besitzer und war damit das teuerste Werk des Abends, jedoch nicht des Künstlers. Das Gemälde war 1975 entstanden und seitdem noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen.

Daneben erreichte das exzentrische britische Künstlerduo Gilbert & George mit "To Her Majesty" für 1,8 Millionen Pfund einen Rekordpreis. Insgesamt erlöste Christie's bei der Auktion zeitgenössischer und Nachkriegskunst 86,2 Millionen Pfund, so viel wie noch nie in dieser Kategorie in Europa. Dies zeige, wie hoch das Vertrauen in den Kunstmarkt immer noch sei, sagte Pilar Ordovas, Direktorin für zeitgenössische Kunst bei Christie's.

albi/dpa

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