Umfrage zur Art Cologne

Ist die Art Cologne noch zu retten?

Sie findet statt, auch wenn es in den letzten Wochen drunter und drüber ging: Vom 16. bis 20. April öffnet die "Art Cologne" zum 42. Mal ihre Pforten. Aber wie kann der Messestandort Köln überleben? art hat renommierte Galeristen befragt.
Ist die Art Cologne noch zu retten?:Galeristen nehmen Stellung zur Krise in Köln

Ungeliebte Location: Die "Art Cologne" musste 2005 auf dem Messegelände umziehen, die alten Rheinparkhallen wurden verkauft. Doch das neue Quartier stößt bei vielen Galeristen auf Ablehnung.

Im Vorfeld hagelte es herbe Kritik, hinter den Kulissen spielte sich ein Machtkampf ab. Wie wirkt sich die Stimmung auf die rund 200 teilnehmenden Galeristen in den Kölner Messehallen aus? Wie kann Köln in dieser Lage überleben? art hat renommierte Galeristen gefragt: Ist die "Art Cologne" noch zu retten? Lesen Sie die elf Kommentare der Galeristen – von Judy Lybke über Thaddaeus Ropac bis Christian Nagel – in der Bilderstrecke.

Die Klagen über die "Mutter al­ler Kunstmessen" sind nicht neu: Zu festgefahren, zu groß, zu wenig auf Qualität bedacht, lauten die oft gehörten Vorwürfe. Der 2003 bestellte künstlerische Direktor Gérard Goodrow brachte keine Abhilfe. Als zehn Kölner Galerien in einem offenen Brief Anfang des Jahres den "herben Bedeutungsverlust" der Messe be­klagten und mit ihrem Fernbleiben drohten, musste Goodrow gehen.

Mit dem Aus des "Frühstückdirektors", so Galerist Christian Nagel, wurde auch gleich die neue Satellitenmesse "Art Cologne Palma de Mallorca" beerdigt. Al­le Energie soll sich nun auf Köln konzentrieren. Doch die tra­di­tions­­reiche Messe hat heiße Kon­kurrenz: "Art Basel", "Frieze Art Fair" in London und die glamouröse "Art Basel Miami Beach" boomen. Der Kunst­markt­stand­ort Deutsch­land steckt da­gegen in der Krise: Das zeigt das jähe En­de der "Fine Art Fair Frankfurt" und der erst 2007 aus der Taufe ge­hobenen "dc", einer Konkurrenz­veranstaltung zur "Art Cologne" im nahe gelegenen Düsseldorf. Selbst das "Art Forum Berlin" verspielt gerade seinen Standortvorteil und mutet den Teilnehmern eine Terminverschiebung um einen Monat zu.

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