Artnet - Online-Auktionen

Konkurrenz für Sotheby’s und Co.?

Konkurrenz für Sotheby’s?:Artnet steigt ins Auktionsgeschäft ein

Drei, zwei, eins - meins: Artnet steigt ins Auktionsgeschäft ein

Das Onlineportal Artnet steigt ins Auktionsgeschäft ein. Ab sofort kann man unter www.artnetonlineauctions.com einen Katalog von Kunstwerken abrufen, darunter prominente Namen wie Frank Stella, Roy Lichtenstein und Andy Warhol, die zur Versteigerung stehen.

Die Gebote können ähnlich wie beim Online-Großversteigerer eBay über einen festgelegten Zeitraum abgegeben werden, in der Regel 14 Tage. Die Webseite bietet neben Abbildungen auch Informationen zum Zustand des Kunstwerks und Preisvergleiche für ähnliche Werke. Mit dem neuen Service will Artnet den großen Auktionshäusern den Kampf ansagen.

Anstatt der üblichen 20 bis 30 Prozent Provision, die sich Sotheby’s oder Christie’s auf den Verkaufspreis aufschlagen, fallen bei der neuen Onlinevariante nur 10 Prozent an. Zudem berechnet Artnet pro eingestelltem Kunstwerk eine Gebühr von 25 Dollar. Zur Absicherung gegen Fälschungen oder ungeklärte Provenienzen müssen sich alle Anbieter registieren lassen und Käufern wird ein großzügiges Rückgaberecht eingeräumt.

Ob sich der neue Service durchsetzen wird, lässt sich wohl erst in den nächsten Wochen und Monaten sagen. Am ersten Auktionstag liefen die Geschäfte noch eher schleppend. Für ein Foto von Cindy Sherman, "Selbstporträt als Lucille Ball" (1975) gab es immerhin schon neun Gebote, das oberste bei 4 800 Dollar.

Bisher hatten Online-Auktionen eher im Niedrigpreis-Segment, als elektronischer Flohmarkt, Erfolg. Zwar haben auch traditionelle Auktionhäuser schon mit Online-Versteigerungen experimentiert – bislang aber ohne nennenswerten Erfolg.

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