Marilyn Monroe - Auktion

Der Verkauf der Monroe

Ein Auktionshaus in Los Angeles versteigerte nicht nur Bilder von Marylin Monroe aus dem legendären Archiv von Milton H. Greene – sondern auch die kompletten Bildrechte kamen unter den Hammer.

Milton H. Greene rückte Marilyn Monroe so nahe wie kaum ein anderer. Der Mode- und Starfotograf schoss unzählige Fotos von Hollywoods Sexsymbol. 75 000 Negative und Diapositive des 1985 verstorbenen Greene wurden bei einer Auktion versteigert. Darunter 3700 unveröffentlichte Bilder von der Monroe.

Es ist ein fotografischer Schatz, der bei dem Auktionshaus "Profiles in History" in Los Angeles County unter den Hammer kam. Hier sind sonst Fanartikel aus Filmen wie "The Wizard of Oz", "Star Wars", Schwarzeneggers "Terminator" oder Monroes Diamantenkleid aus "Wie angelt man sich einen Millionär" (Hammerpreis: 356 500 Dollar) im Angebot. Denn es wurden nicht nur die Bilder, sondern mit ihnen auch das Copyright an dem Material verkauft. Was heißt, dass er neue Besitzer mit den Motiven machen kann, was er will: Er kann sie auf Poster, Kaffeetassen oder T-Shirts drucken lassen, Deals mit Magazinen einfädeln, Lizenzen vergeben oder auch entziehen. "Das Copyright stellt einen eigenen Wert dar", so Auktionator Joe Maddalena. "Es ist ein mächtiges Instrument, mit dem man über das Schicksal des Bildes entscheidet. Es lässt sich also ein Geschäft damit machen."

In den vier Jahren, in denen Greene und Monroe zusammenarbeiteten, kam es zu mehr als 50 Foto-Sessions. Der Fotograf und die Schauspielerin waren eng befreundet. Monroe wohnte 1956, bevor sie Arthur Miller heiratete, ein Jahr lang bei Greene. Sein Fotomaterial kam auf ungewöhnlichem Weg auf den Markt: In den siebziger Jahren nahm Greene einen Kredit auf und setzte seine Bilder als Sicherheit ein. Auf unbekanntem Wege wurde eine polnische Regierungsorganisation der Gläubiger. Jahre später verlangten die Gläubiger eine Zahlung. Da diese ausblieb, ging das Archiv nach Polen. 2005 wurde es an einen anonymen Sammler in den USA verkauft, der wiederum das Auktionshaus kontaktierte, um die Versteigerung zu organisieren. Was die neuen Besitzer mit den zum Teil sehr privaten Bildern, die nicht das Sexsymbol Monroe, sondern eine zerbrechliche, junge Frau zeigen, anstellen werden, wird sich zeigen. Zunächst machte das Auktionshaus ein gutes Geschäft. Die Versteigerung brachte 1,8 Millionen Dollar ein.

Mehr zum Thema auf art-magazin.de