Auktionen - London

Anhaltendes Interesse

Am Mittwochabend versteigerte das Auktionshaus Sotheby's Kunst des Impressionismus und der Klassischen Moderne und erzielte einen Gesamterlös von 94,4 Millionen Euro.
Gesamterlös von 94,4 Millionen Euro:Sotheby's Versteigerung in London

Auktion bei Sotheby's London, Mittwoch 8. Februar, 2012

Ein seltenes Gemälde von Gustav Klimt, das erstmals seit mehr als 100 Jahren in der Öffentlichkeit zu sehen war, ist bei einer Auktion bei Sotheby's in London durchgefallen - aber anschließend privat verkauft worden. Wie das Auktionshaus am Donnerstag mitteilte, wurde das Landschaftsbild "Seeufer mit Birken" im Anschluss an die Versteigerung für 6,7 Millionen Euro verkauft. Es war für die Auktion mit einem Schätzpreis von bis zu zwölf Millionen Euro beziffert worden.

Bei der Versteigerung von Kunst des Impressionismus und der Klassischen Moderne am Mittwochabend erzielte Sotheby's einen Gesamterlös von 94,4 Millionen Euro, teilte das Auktionshaus mit. Zum teuersten Los der Versteigerung wurde mit 9,8 Millionen Euro die bisher unbekannte atmosphärische Winter-Szene von Claude Monet, "L'Entrée de Giverny en hiver". Ernst-Ludwig Kirchners Ölgemälde "Das Boskett: Albertplatz in Dresden" von 1911 wurde für 8,7 Millionen Euro versteigert, während das Bild "Die Elektrische" von Otto Dix mit 3,5 Millionen Euro das Dreifache seines Schätzpreises erzielte.

Die internationale Beteiligung an der Auktion sowie die Höhe der erzielten Preise für "museumsreife und seltene" Werke habe das anhaltende Interesse an hochwertiger und seltener Kunst erneut bekräftigt, kommentierte Sotheby's Expertin Helena Newman. Das Gemälde von Klimt, einem der führenden Vertreter der Wiener Sezession, war im Vorfeld der Auktion als eine der Hauptattraktionen präsentiert worden. Das im Jahr 1901 von Klimt am Attersee gemalte Bild wurde ein Jahr später von den Düsseldorfer Kunstsammlern Richard und Klara Koenigs-Bunge erstanden und blieb seitdem in Familienbesitz.

Auch das Auktionshaus Christie's in London versteigerte am Dienstag und Mittwoch Impressionistische und Moderne Kunst. Die Werke stammten aus der Sammlung des Hamburger Kunstmäzens Hubertus Wald. Die 17 Gemälde, die am Dienstagabend bei Christie's angeboten wurden, brachten zusammengerechnet 14,1 Millionen Euro ein, teilte das Auktionshaus mit. Gerechnet wurde mit maximal rund 12,6 Millionen Euro. Am Mittwoch standen weitere Werke aus der Hubertus-Wald-Sammlung auf der Liste zum Verkauf. Der Erlös geht an die Hubertus-Wald-Stiftung, die sich der medizinischen Forschung und der Förderung der Kunst verschrieben hat.