Versteigerung von Hitler-Skulptur

17 Millionen für betenden Hitler

Eine umstrittene Plastik, die Adolf Hitler knieend beim Beten zeigt, ist in New York für knapp 17,2 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) versteigert worden.
17 Millionen für betenden Hitler

"Him", 2001 von Maurizio Cattelan. Die Skulptur besteht aus Wachs, Echthaar und Polyesterharz. Es gibt sie in einer Auflage von drei. Das jetzt versteigerte Exemplar hatte Cattelan zunächst selbst behalten.

Für ein Werk des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan sei dies ein Rekord, teilte das Auktionshaus Christie's am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Die etwa einen Meter große Skulptur aus Wachs, Polyesterharz und Menschenhaar sieht von hinten aus wie ein knieender Junge. Dass es sich in Wirklichkeit um den Nazi-Diktator in grauem Anzug handelt, erschließt sich erst bei der Ansicht von vorne. 

Die Plastik aus dem Jahr 2001 gehörte zu einer Auktionsreihe mit dem Namen "Bound to Fail" (Zum Scheitern verurteilt). Wer sie ersteigert hat, wurde nicht bekannt. Cattelan (55) gilt in der Kunstwelt als Provokateur. Die Skulptur hatte in den vergangenen Jahren in Europa für Proteste gesorgt - so etwa Ende 2012, als sie in einem Hauseingang im ehemaligen Warschauer Ghetto gezeigt worden war. Der italienische Künstler hat auch mit anderen Werken Aufsehen erregt, etwa mit einer Wachsfigur, die einen vom Meteoriten erschlagenen Papst Johannes Paul II. zeigt.

Gold Flush
Maurizio Cattelan installiert im Guggenheim eine Toilette aus 18 Karat Gold – zur Benutzung durch Besucher. Ein Witz? Oder das dringend benötigte Update von Duchamps Fountain?