Praemium Imperiale - Japanischer Kulturpreis

Fotografen als Maler geehrt

Hiroshi Sugimoto, Richard Long und Zaha Hadid erhalten den Kunstpreis "Praemium Imperiale" der Japan Art Association.
Hiroshi Sugimoto, Richard Long und Zaha Hadid:erhalten den Praemium Imperiale

Zaha Hadid: Bergisel Skisprungschanze, Innsbruck, Österreich, 2002

Er heißt wörtlich "Takamatsu no miya denka kinen sekai bunka-shō", übersetzt: Weltkulturpreis zum Gedenken an seine Hoheit Prinz Takamatsu und besser bekannt als "Praemium Imperiale", mit 100 000 Euro einer der höchstdotierten Kulturpreise der Welt. Die Japan Art Association verleiht ihn seit 1989.

Dieses Jahr ging er in der Kategorie Malerei zum ersten Mal an einen Fotografen, den Japaner Hiroshi Sugimoto. Sugimoto arbeitet mit einer Großbildkamera und widmet sich den Themen "Zeit" und "Geschichte". Gelobt wurde sein Engagement, die Möglichkeiten der Fotografie zu erweitern. Sugimoto wurde 1948 in Tokio geboren, studierte an der Saint Paul’s University, Tokio, und am Art Center College of Design, Los Angeles, er lebt in New York.

Der englische Land-Art-Künstler Richard Long bekommt den "Praemium Imperiale" in der Rubrik "Skulptur". "Wenn Richard über Land, Berge, Felder, oder entlang der Meeacresufer in aller Welt wandert, dann hat er seine Spaziergänge seit über 40 Jahren in Kunst verwandelt", heißt es in der Begründung, außerdem habe er die konventionelle Skulptur verändert. Long wurde 1945 in Bristol geboren, wo er nach wie vor lebt und arbeitet. 1989 erhielt er den Turner Prize der Londoner Tate Gallery.

Die 1959 in der irakischen Hauptstadt Bagdad geborene Architektin Zaha Hadid erhielt den Preis in der Sparte "Architektur". Hadids Werk sei charakterisiert durch "Fließendes, durch dynamisches Äußeres, rasante geometrische Kurven, straffe Linien und scharfe Winkel". Im Jahr 2004 bekam Zaha Hadid als erste Frau den als "Nobelpreis der Architektur" gerühmten "Prizker Prize".

In der Kategorie "Musik" wurde der österreichische Pianist Alfred Brendel (Jahrgang 1936) ausgezeichnet, den Praemium Imperiale für "Theater und Film" erhielt der britische Dramatiker Tom Stoppard (geboren 1937 in der Tschechoslowakei).

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