Gib mir fünf! - Tipps der Woche

DIE FÜNF TIPPS DER WOCHE

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Autor Alexander Klaus empfiehlt diese Woche: Neue Paradiese, surreale Militärbasen und alte Hollywood-Ikonen.

München: "Frank Worth: Hollywood Legends"

Bei der Ausstellung "Hollywood Legends" kann man mal wieder so richtig in Erinnerungen schwelgen: Die Schau zeigt Nachlassfotografien des Hollywood-Fotografen Frank Worth, der zahlreiche Ikonen wie Marilyn Monroe, James Dean und Frank Sinatra porträtierte. Das Münchner Amerika Haus gewährt vom 26. März bis zum 16. Mai spannende und intime Einblicke in das Leben der Leinwandhelden aus den vierziger und fünfziger Jahren – und wird in dieser Form das erste Mal in Deutschland gezeigt.

Berlin: "Kris Martin"

Der belgische Künstler Kris Martin bastelt Bomben, die sich in 100 Jahren angeblich selbst zerstören, baut Bronzeglocken ohne Klöppel, zerschlägt Vasen und klebt sie wieder zusammen – seine Arbeiten sind eine subversive Gratwanderung zwischen Minimal Art, Konzeptkunst und Komik. Für seine aktuelle Ausstellung (bis zum 25. April) in der Berliner Galerie Johann König arbeitet er mit Lücken, die von den Besuchern gedanklich gefüllt werden sollen: Martin hat einen kompletten Heißluftballon in die Galerie verfrachtet, der von Ventilatoren aufgeblasen wird, bis der Stoff an die Mauern stößt. In diesem packenden Spektakel löst sich die Architektur des Ausstellungsraumes auf – wie auch der romantische Traum vom Fliegen.

Köln: "Trevor Paglen. A compedium of secrets"

Der Drang Unbekanntes zu erforschen und Geheimnisse aufzudecken war es wohl, der den US-Amerikanischen Künstler und Geografen Trevor Paglen dazu verleitete, Bilder von geheimen US-Militärbasen zu schießen. Er begab sich auf die Jagd nach Spionagesatelliten, CIA-Geheimagenten und beschäftigte sich in seinen Projekten mit Geheimabzeichen und Militäroperationen. Seine oft verschwommenen Fotografien bestechen durch den Reiz des Ungewissen – und erzeugen eine ganz eigene Dynamik. Vom 21. März bis 13. Juni zeigt die Kölner Galerie Thomas Zander seine neuen Arbeiten.

Düsseldorf: "Günther Uecker. Works on paper"

"Papierfaszination" ist das Stichwort mit dem sich Günther Ueckers Ausstellung "Works on Paper" am besten beschreiben lässt – denn fasziniert von der haptischen Materialität widmet sich der deutsche Maler und Objektkünstler immer wieder hingebungsvoll dem Rohstoff Papier. Die Düsseldorfer Galerie Geuer & Breckner präsentiert jetzt die Premiere einer Filmchronik des Regisseurs Michael Kluth, der Ueckers Entstehungsideen und Arbeitsprozesse über Jahre begleitet und dokumentiert und so ein eindrucksvolles Porträt des Nagelkünstlers geschaffen hat. Ab dem 21. März wird der Film erstmals in der Galerie gezeigt – und ist anschließend auch im Handel erhältlich.

Freising: "Paradies – Neue Blicke auf einen alten Traum"

Was bedeutet das Paradies heute? Immer noch ein Garten Eden voll exotischer Früchte? Oder muss das Paradies heute völlig neu definiert werden? Und lassen sich immer noch künstlerische Parallelen zum mythischen Garten Eden finden? Das sind Fragen mit denen sich die Ausstellung "Paradies – Neue Blicke auf einen alten Traum" (bis 28. Juni) im Diözesanmuseum in Freising beschäftigt. 17 Künstler wie Tim Bennett, Stefan Lenhart, Michael Sailstorfer und Kathrin Thalmann werfen "neue Blicke auf einen alten Traum" und widmen sich in unterschiedlichen Techniken und Medien dem Ausgangs- und Endpunkt der Menschheitsgeschichte.