Okwui Enwezor - Venedig Biennale

Nun auch noch die Venedig-Biennale

Die Direktoren der Biennale ernannten den gebürtigen Nigerianer Okwui Enwezor zum Leiter der 56. Weltkunstausstellung 2015 in Venedig.
Mann für alle Fälle:Schwerpunkt auf dem Phänomen der Globalisierung

Wird Chef der nächsten Biennale von Venedig: Okwui Enwezor

Er war 2002 künstlerischer Leiter der documenta 11 in Kassel, verantwortete die Johannesburg-Biennale (1996/97) in Südafrika, 2006 kuratierte er die Biennale für zeitgenössische Kunst in Sevilla, 2007/08 die 7. Gwangju Biennale in Südkorea und war Hauptkurator von La Triennale, Paris 2012.

Lob für den Vorgänger

Jetzt ernannten die Direktoren der Biennale von Venedig, unter dem Vorsitz von Paolo Baratta, Okwui Enwezor (geboren 1963, seit 2011 Direktor des Münchner Hauses der Kunst) zum künstlerischen Leiter der 56. Biennale, die 2015 ausgerichtet wird (9. Mai bis 22. November). Das Gremium lobte die "ungewöhnliche Forschungs-Ausstellung" der 55. Biennale unter der Leitung von Massimiliano Gioni und dass der "Forschungsschwerpunkt" seines Nachfolgers Enwezor "auf dem komplexen Phänomen der Globalisierung und ihren Bezügen zur Verwurzelung im Lokalen" liegen werde.

"Der ideale Ort um dialektische Bezüge zu erkunden"

Enwezors persönliche Erfahrung sei "Ausgangspunkt für das geografische Spektrum seiner Analysen, für zeitweiliges Vertiefen von jüngsten Entwicklungen in der Kunstwelt, und für Vielfalt und Reichtum der Gegenwart". Enwezor sagte dazu: "In keinem Event und keiner Ausstellung zeitgenössischer Kunst fließen kontinuierlich so viele historische Veränderungen in den Gebieten Kunst, Politik, Technologie und Wirtschaft zusammen wie in der Biennale in Venedig." Die Biennale von Venezia sei "der ideale Ort um dialektische Bezüge zu erkunden". pb

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