Gib mir fünf! - Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Jede Woche stellen wir Kunst-Höhepunkte vor, die Sie nicht verpassen dürfen. Diese Woche empfehlen wir Ihnen Nachwuchskunst in Wiesbaden, 100 aufstrebende Künstler im Buch "Creamier", Wenzel Hablik in Hamburg und das Ars Electronica Festival in Linz.

Wiesbaden: "Too Fat Too Fit" / "Out Of My Hands"

Im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden sind ab Samstag, 28. August, gleich zwei neue Ausstellungen zu sehen. Bis zum 31. Oktober geben die Studenten von Tobias Rehberger von der Städelschule in Frankfurt am Main Einblicke in ihre Arbeiten aus verschiedenen Phasen des Studiums. Dabei ist die Ausstellung "Too Fat Too Fit" thematisch zwar völlig frei konzipiert, dennoch soll sie auch die Frage nach verbindenden Gemeinsamkeiten innerhalb einer Klasse reflektieren.

Bis zum 29. Mai 2011 sind außerdem die Arbeiten von Aslı Sungu zu sehen. Die türkische Künstlerin ist die diesjährige Stipendiatin des vom Nassauischen Kunstverein und der Stadt Wiesbaden ausgeschriebenen Stipendiums "Follow Fluxus", mit dem junge internationale Künstler, die in ihren Werken die Fluxusbewegung aufgreifen, gefördert werden. Sungus Ausstellung "Out Of My Hands" beschäftig sich mit der Hilflosigkeit von Menschen, wenn Situationen außer Kontrolle geraten.

Buch: "Creamier - Contemporary Art in Culture"

Zehn internationale Kuratoren wählen ihre zehn Lieblingsnachwuchskünstler: "Creamier" ist der fünfte Band der "Cream"-Serie des Phaidon-Verlags und stellt 100 aufstrebende zeitgenössische Künstler und ihre Werke vor. Im Zeitungsformat veröffentlicht, gilt "Creamier" als zuverlässige Abbildung aktueller Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunstszene. Alle ausgewählten Künstler sind entweder noch relativ unbekannt oder haben in den letzten fünf Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Es werden jedoch nicht nur Künstler vorgestellt: Jeder der zehn Kuratoren präsentiert zudem ein kreatives Werk, das er für besonders einflussreich im Hinblick auf zeitgenössische Kunst hält. Das Buch ist für 39,95 Euro erhältlich.

Itzehoe bei Hamburg: "Wenzel Hablik | Druckgrafik"

Das Werk Wenzel Habliks ist vielfältig: Der in Böhmen geborene Künstler (1881 bis 1934) war Maler, Grafiker, Innenarchitekt und Designer zugleich. Das Wenzel Hablik Museum zeigt einen Querschnitt durch dieses Gesamtwerk, wobei vom 29. August bis zum 24. Oktober der Schwerpunkt auf seinen Druckgrafiken liegt: Mit einer Sonderausstellung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wenzel-Hablik-Stiftung und des 15-jährigen Bestehens des Museums wird anhand von Holschnitten, Radierungen und Lithografien sowie Buch- und Werbegrafiken die vielseitige Beschäftigung des Künstlers mit den unterschiedlichen Druckverfahren präsentiert.

Berlin: "Der Rote Faden"

Vom 28. August bis zum 30. Oktober ist in Berlin "Der Rote Faden" des Italienischen Künstlers Eduard Habicher zu sehen. Die Ausstellung ist in Kooperation entstanden: Die Werke des in Südtirol geborenen Habichers sind sowohl in der galerie son und den Wallhöfen als auch in Form einer Wassergalerie entlang des Spreekanals und im Historischen Hafen zu sehen. Habicher stelle in eingängiger Art und Weise die existenzielle Situation des Menschen dar, "der inmitten von all dem Durcheinander erkennt, dass das einzig Ernsthafte das Leben ist", so der Text zur Ausstellung.

Linz: "Ars Electronica Festival"

Unter dem Titel "Repair – Wir sind noch zu retten" geht das diesjährige Ars Electronica Festival der Krise auf den Grund. Der Klimakrise, der Finanzkrise, der globalen Krise der Menschheit. Das Festival, das vom 2. bis 11. September in Linz stattfindet, wendet sich auf der Suche nach Auswegen an Künstler und Visionäre die mit Fachwissen, Kreativität und Idealismus alternative Ideen für die Zukunft präsentieren. Das Programm ist thematisch gegliedert in Kapitel wie "Design For Repair" oder "Repair Yourself" und bietet auf 3000 m² Fläche genug Raum für Vorträge, Ausstellungen und Veranstaltungen an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft.