Gib mir fünf! - Die Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Redakteurin Petra Bosetti empfiehlt diese Woche einen Kiosk voll Kunst, Schwarzmalerei und einen Abschiedsbesuch bei Yves Saint-Laurent.

Weimar: Mark Booth im Kunstkiosk

Es nennt sich "KoCA. Zentrum für Kunst und Mode" (Sophienstiftsplatz), wurde 2002 von der Künstlerin Katharina Hohmann und der Designerin Katharina Tietze in Weimar gegründet und ist in einem schlichten DDR-Zeitungskiosk von 1968 untergebracht. Über 50 Ausstellungen zum Thema Mode mit Blick auf Alltagskultur wurden bislang realisiert. Bis zum 7. Juli zeigt der Chicagoer Künstler Mark Booth dort seine Installation mit dem Titel "I have not yet read" (Habe ich noch nicht gelesen).

Hamburg: Jahresausstellung HfBK

Wie in jedem Jahr, so findet auch in diesem Juli die traditionelle Jahresausstellung der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) am Hamburger Lerchenfeld statt. Vier Tage lang – 3. bis 6. Juli – präsentieren die Studierenden vom Erstsemester bis zum Absolventen ihre aktuellen Arbeiten und Projekte aus den unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Die Eröffnung ist am 2. Juli um 18 Uhr in der Aulavorhalle. Geöffnet täglich von 14 bis 20 Uhr.

Berlin: "Malerei für die Ewigkeit"

Schon in den stark begrenzten Räumen des Hamburger Bucerius-Kunstforums war die Ausstellung "Malerei für die Ewigkeit. Die Gräber von Paestum" eine Sensation. Nun zieht sie in den Berliner Martin-Gropius-Bau ein: Sieben vollständige Gräber, insgesamt 43 bemalte Grabplatten, dazu eine Fülle von Grabbeigaben des Volksstammes der Lukaner aus dem süditalienischen Ort Paestum, berühmt durch seine drei dorischen Tempel. Die kostbaren Malereien vermitteln einen unglaublich lebendigen Eindruck vom Leben im 4. Jahrhundert vor Christus, denn den Toten wurden Szenen aus ihrem Leben mit auf dem Weg in die Unterwelt gegeben. (27. Juni bis 28. September)

Hannover: "back to black"

Schwarzsehen – das heißt, düster in die Zukunft blicken, keine TV-Gebühren zahlen, kurz: Schwarz steht oft für Negatives. In der Hannoveraner Kestnergesellschaft hat das Schwarzsehen eine völlig neue Bedeutung: In der Ausstellung "back to black" geht es um die (Un-)Farbe Schwarz in der aktuellen Malerei. Das Haus der Kunst in München hatte von September 2006 bis Januar 2007 unter dem Titel "Black Paintings" Schwarzmalerei seit den vierziger Jahren gezeigt, in Hannover geht es ganz um die Gegenwart: 21 Künstlerinnen und Künstler der jüngeren Generation – darunter Janis Avotins, André Butzer, Andras Hofer, Jonathan Meese, Wilhelm Sasnal und Florian Süssmeyer – zeigen, wie sie mit dem düsteren Kolorit umgehen. (bis 10. August)

Hamburg: "Adieu Yves Saint-Laurent"

Sie meinen, in der Abteilung "Holsteinische Tasteninstrumente" des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe seien nur Holsteinische Tasteninstrumente zu sehen? Weit gefehlt! Hier hat ab heute die Haute Couture Einzug gehalten: Aus Anlass des Todes von Modeschöpfer Yves Saint-Laurent wird eine Auswahl an Prêt-à-porter-Kollektionen der Jahre 1970 bis 2000 aus eigenem Sammlungsbestand gezeigt. Die Hommage "Adieu Yves Saint-Laurent" umfasst elegante Tagesmode, stilvolle Abendkleider und einen Damensmoking von 1981 (bis 31. August). Und sollten Sie zufällig mal in Montreal sein: Das dortige Musée des Beaux-Arts zeigt noch bis zum 28. September eine Saint-Laurent-Retrospektive.

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