Gib mir fünf! - Die Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Autorin Regine Ehleiter empfiehlt diese Woche die Street-Art-Ausstellung "Urban Affairs" in Berlin, eine Ausstellung der Digitalkameraverweigerer und eine künstlerische Wiederentdeckung: die Clara-Siewert-Retrospektive in Regensburg.

Berlin: Street-Art-Festival "Urban Affairs"


45 Künstler aus zehn Ländern nehmen an der diesjährig größten Street Art-Ausstellung Deutschlands teil, die vom 5. Juli bis 3. August im Kulturzentrum in Berlin-Friedrichshain stattfindet. Dabei wird eine alte Industrieruine selbst zum Kunstwerk: Alle Exponate werden vor Ort speziell für die Ausstellung angefertigt und auf die Räume übertragen. Schon drei Tage vor der Eröffnung können Besucher die Live-Gestaltung bis hin zum Abschluss der Arbeiten mitverfolgen. Unter den teilnehmenden Künstler sind unter anderen El Tono aus Spanien, Dolk aus Norwegen, sowie Just, XOOOOX und Anton Unai aus Deutschland.

Berlin: "Silber ist Gold"


Der Titel ist Programm: 24 Fotografen der "Vereinigung für Digitalkameraverweigerer" (VFDKV) zeigen in einer Ausstellung in der "Fehre 6" (Prenzlauer Berg), warum analog "rockt" und es sich bezahlt macht, die klassische Silberhalogenid-Fotografie auch im digitalen Zeitalter auszuüben. Die Werke der Fotografen Österreich, Deutschland und der Schweiz sind vom 6. Juli bis zum 2. August samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Die Vernissage beginnt am Samstag um 18 Uhr.

Regensburg: "Clara Siewert – Zwischen Traum und Wirklichkeit"


Als "eine vergessene Künstlerin der Jahrhundertwende" beschreiben die Macher der Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Clara Siewert (1862 bis 1944), deren gesamtes erhaltenes künstlerisches Oeuvre nun erstmals in einer Retrospektive der Öffentlichkeit präsentiert wird. Gezeigt werden von der Weggefährtin und Freundin von Käthe Kollwitz 120 Werke, darunter Gemälde, Gouachen, Zeichnungen und Druckgrafiken. Ein Großteil der Arbeiten Siewerts wurde 1944 bei einem Luftangriff auf Berlin zerstört, bei dem auch die Künstlerin ums Leben kam. Sie geriet danach zu Unrecht bald in Vergessenheit. Noch bis zum 14. September lädt das Kunstforum ein, diese originäre Künstlerpersönlichkeit der Jahrhundertwende wiederzuentdecken.

Berlin: "Reflex – Design | in | vor| zwischen | Spiegeln"


Neun angehende Produktdesigner der Universität der Künste in Berlin haben in vielfältigen Ansätzen das Phänomen des Spiegelns ergründet. Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für ihr Schaffen waren dabei Archivalien zur deutsch-jüdischen Kultur aus dem Leo Baeck Institute. So sieht der Betrachter sich in einer Arbeit etwa als Teil eines historischen Dokuments, andere Entwürfe beziehen sich auf das Widerspiegeln von Gedanken, Ideen und Erinnerungen. Zu sehen ist die Ausstellung vom 4. Juli bis 31. August im Jüdischen Museum Berlin.

Frankfurt am Main: The Design Annual "inside: showtime"


Es lebe die Inszenierung! Die viertägige Design-Ausstellung auf der Frankfurter Messe steht in diesem Jahr ganz unter dem Thema "Showtime". Anstelle der üblichen Messestandmonotonie gibt es eine raumgreifende Installation zu bestaunen, in die ein Theater integriert ist, auf dessen Bühne namhafte Designer und Künstler mit dem Rahmenprogramm aufwarten. Die Gestaltung des Raums erfolgt durch Tobias Rehberger und Claus Richter. Als Teil dieser großen Design-Inszenierung haben internationale Hersteller die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Produkten zu präsentieren. Das Design Annual beginnt am 4. Juli und ist täglich von 12 bis 21 Uhr zugänglich.