Chus Martínez - Frankfurter Kunstverein

Neue Aufgabe in Barcelona

Nach knapp zweieinhalb Jahren verlässt die Leiterin des Frankfurter Kunstvereins ihr Institut

Chus Martínez war nur zweieinhalb Jahre Leiterin des Frankfurter Kunstvereins – jetzt verlässt sie auf eigenen Wunsch das Institut. Aus verständlichem Grund: Sie wurde als Chefkuratorin an das Museu d’Art Contemporani (MACBA) in Barcelona berufen.

Chus Martínez hatte am 1. Januar 2006 die Nachfolge von Nicolaus Schafhausen angetreten. Die Zeit in Frankfurt bezeichnet sie als „die beste, die ich gehabt habe”. Und das trotz der “schwierigen Situation”, die sie nicht nur in Frankfurt, sondern bei deutschen Kunstvereinen generell sieht. „Planen, ohne überhaupt zu wissen, ob genug Geld da sein wird“, sagt sie „ständiges Fundraising“ – diese Probleme wird sie in Barcelona nicht haben. Was sie am neuen Job besonders reizt: Neben ihrer Tätigkeit als Ausstellungskuratorin wird sie sich, gemeinsam mit dem Direktor des MACBA, der Entwicklung eines Masterprograms für Kritiker, Kuratoren und junge Künstler widmen.

Bevor sie zum Frankfurter Kunstverein kam, war Martínez, die neben Kunstgeschichte auch Philosophie unter anderem in Tübingen studiert hat, als Kuratorin an der Sala Rekalde tätig, einem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Bilbao. Chus Martínez war die erste Frau, die in der 175-jährigen Geschichte den Frankfurter Kunstvereins geleitet hat. Das von ihr geplante und verantwortete Ausstellungsprogramm für Frankfurt wird sie auf jeden Fall noch bis zu Ende betreuen. Petra Bosetti

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