Vincent van Gogh - Jubiläum

Vincent für alle

Frankreich, Belgien und die Niederlande feiern das 125. Todesjahr von Vincent van Gogh mit einem schillernden Programm.
Vincent für alle

Im Mittelpunkt eines länderübergreifenden Festjahrs: Vincent van Gogh, hier auf einem "Selbstbildnis mit grauem Filzhut" von 1887

Wie ein funkelnder Teppich mäandert der neue Radweg durch die Nachtlandschaft, ­irgendwo zwischen zwei Kuhweiden bei Eindhoven: Zehntausende von Glassteinchen, die tagsüber Licht aufgesaugt haben, leuchten gelb und blau. So wie auf der berühmten ­Sternennacht von Vincent van Gogh, von der sich der niederländische "Technikpoesie"-Designer Daan Roosegaarde hat inspirieren lassen.

Das passt zum Motto "125 Jahre Inspiration", unter dem Frankreich, Belgien und die Niederlande zum Van-Gogh-Jahr 2015 ihre Kräfte gebündelt haben, um mit Ausstellungen, Sonderprogrammen, Rad- und Wandertouren des 125. Todestags von van Gogh zu gedenken. Den Auftakt macht das belgische Mons mit der Ausstellung "Van Gogh im Borinage" (25. Januar bis 17. Mai 2015). Als Prediger war van Gogh 1879 in die Bergbauregion gekommen, hier entdeckte er die Malerei für sich. Auvers-sur-Oise, wo er 1890 starb, stellt 2015 seine gesamte Kultursaison in das Zeichen des Künstlers. Die Fondation Vincent van Gogh in Arles widmet sich seinen Zeichnungen. St. Rémy ehrt ihn mit Lesungen und Filmen.

Den größten Programmanteil bestreiten die Niederlande, angefangen bei van Goghs ­Geburtsort Zundert bis hin zu Nuenen, wo nicht nur gut ein Viertel seines Gesamtœuvres, sondern auch das berühmte Kartoffelesser-Gemälde entstand. Unter welchen Umständen, kann im Vincentre nachvollzogen werden. In Nuenen blieb van Gogh gut 23 Monate, Wander- und Radtouren führen zu den Orten, an denen er Wind- und Wassermühlen malte, zum Pfarrhaus, in dem seine Eltern lebten, zu seinem Atelier und der Kirche, in der sein Vater einst predigte.

Das Kröller-Müller-Museum bei Otterlo ehrt van Gogh mit einer Ausstellung über seine Zeitgenossen. Im Amster­damer Van-Gogh-Museum wird der große Niederländer erstmals mit seinem norwegischen Kollegen Edvard Munch konfrontiert. Rechtzeitig zum Van-Gogh-Jahr präsentiert sich das Museum außerdem im neuen Outfit: mit einem Eingang, der kürzere Warteschlagen verspricht, und einer neuen Hängung auf bunten Wänden. Van Goghs Briefe und Zeichnungen werden in die Präsentation
der Gemälde einbezogen sowie Fotos und persönliche Gegenstände, um den Menschen ­hinter dem Künstler zum Vorschein kommen zu lassen.

125 Jahre Inspiration

ein Programm zum 125. Todesjahr von Vincent van Gogh, u.a. im Vincent van Gogh Museum Amsterdam, dem Kröller-Müller Museum in Otterlo, dem Museum of Fine Arts in Mons und der Fondation Vincent van Gogh in Arles.
http://vangogheurope.eu/bringing-together-vincent-van-gogh-at-a-european-level-2/