Kunstraub - Zürich

Wieder Kunstdiebstähle in Zürich

Der Großraum Zürich wird seit ein paar Wochen von einer Serie von Kunstdiebstählen heimgesucht. Nach dem spektakulären Raub von vier Bildern in der Sammlung Bührle am Sonntag, dem 10. Februar, bei dem drei vermummte Täter mit vorgehaltener Faustfeuerwaffe vier Bilder von Claude Monet, Vincent van Gogh, Edgar Degas und Paul Cézanne im Schätzwert von 180 Millionen Franken entwendeten, gab die Kantonspolizei am Wochenende weitere Diebstähle bekannt.
Neue Diebstähle in Zürich:Täter erbeuteten Gemälde im Wert von 300.000 Franken

Wurde bereits am 22. Januar in einer Privatwohnung gestohlen: "Rheinlandschaft" (1787) von Christian Georg Schütz (1718 bis 1791) – geschätzter Wert 20 000 Franken

Im Nobelvorort Kilchberg, in dem einst Thomas Mann bis zu seinem Tod lebte, brachen die Täter am Freitag, den 15. Februar, in eine Wohnung ein und entwendeten elf Gemälde im Gesamtwert von 300 000 Franken. Wie die Kantonspolizei mitteilt, kletterte die Täterschaft zwischen 12.30 und 20.30 Uhr über den Balkon ins erste Obergeschoss eines Dreifamilienhauses und öffnete "das Wohnzimmerfenster mit einem Flachwerkzeug". Danach wurden die Bilder "aus den Rahmen entfernt oder herausgeschnitten und dann vermutlich mit einem größeren Fahrzeug abtransportiert".

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In dieselbe Wohnung war bereits in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar eingebrochen worden. Damals wurden 20 Gemälde im Wert von 451 000 Franken gestohlen. Es handelte sich dabei vor allem um Landschaftsmalerei aus dem 19. Jahrhundert, unter anderem von Charles François Daubigny, Henri Joseph Harpignies, Stanislas Lépine, Théodore Rousseau und Robert Zünd. Ob ein Zusammenhang mit dem Raubüberfall auf die Sammlung Bührle besteht, kann die Kantonspolizei nicht sagen; man ermittle aber in diese Richtung.

Bereits am 22. Januar wurde in eine Wohnung in Zürich eingebrochen und das Landschaftsgemälde "Rheinlandschaft" von Ch. Schütz von 1787 entwendet, das auf 20 000 Franken geschätzt ist.

Und in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Bührle-Raubüberfall wurden zwischen dem 9. und dem 12. Februar aus einem Einfamilienhaus drei Gemälde im Schätzwert von 1,4 Millionen Franken entwendet. Die beiden mythologischen Szenen "Diana hält mit mehreren Männern und Frauen Rast" und "Diana in ein rotes Tuch gehüllt" von unbekannten flämischen Malern aus dem 17. Jahrhundert wurden aus den Rahmen geschnitten. Beim dritten Werk handelt es sich um das Stillleben "Pflaumen mit Kirschen" von Théodore Rousseau.

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