Jörg Immendorff

Echtheitsdebatte

Was wusste der Jörg?
"Dass große Künstler malen lassen, ist nichts Neues": Jörg Immendorff mit seinen Schülern und Assistenten (Foto: Nicola Graef. Aus der Filmdokumentation: "Ich. Immendorff")

WAS WUSSTE DER JÖRG?

Seit vor zwei Wochen ein Galerist den Alarm um angeblich gefälschte Bilder von Jörg Immendorff auslöste, ist die Kunstwelt verunsichert. Hängt an den Wänden statt der 150 000-Euro-Werke nur Edeldeko für 1500?
// ANJA LÖSEL, JOCHEN SIEMENS

Es gibt ja so eine dumme Frage, die man auf Dinnerpartys und Stehempfängen der neuen Reichen nicht stellt: "Ist der echt?" Mitleidiges Lächeln tropft dann für gewöhnlich, denn natürlich ist der Penck, der Richter oder das Foto von Gursky an der Wand echt. Echt und teuer wie der Château Petrus im Glas und der Immendorff, der im Flur hängt. Tja. Der Immendorff. Zwei mal drei Meter mindestens groß, bisschen düster, mit wütendem Pinselstrich gemalt, unten rechts "vom Jörg" signiert, wie die neuen Kunstsammler gern sagen. Mag ja sein. Doch die Frage ist neuerdings nicht mehr so dumm, das Lächeln der Besitzer sparsamer und der Blick salziger. Denn seit zwei Wochen schwappen Gerüchte, Ahnungen und Klagen heran, dass längst nicht alles echter Immendorff ist, was sich so nennt.

Spätestens seit der Nachlassverwalter des 2007 gestorbenen Malers, der Kölner Galerist Michael Werner, im Juni warnte, "der Kunsthandel wird überschwemmt von gefälschten Immendorff-Bildern", weht Panik durch die Lofts und Altbauvillen der Kunstschicken in Hamburg, Berlin, München oder Düsseldorf. Denn die, die sich vom nervenzehrenden Börsengeschäft auf den vermeintlich sicheren Kunstkauf verlegt haben, fürchten, statt der 120 000 oder 150 000 Euro teuren gemalten Aktie an der Wand einen Mucki im Portfolio zu haben, der es allenfalls auf 10 000, vielleicht aber auch nur 200 Euro bringt.

Was die "Imme"-Besitzer beunruhigt, ist der Mann, der Alarm schlägt. Denn Michael Werner, einer der renommiertesten Kunsthändler Deutschlands, hat Immendorff groß gemacht und ihn bis zu seinem Tod begleitet. Werner zum stern: "Ich habe die Vermutung, dass mindestens 25 bis 30 Fälschungen auf dem Markt sind." Aber "es muss nun erst einmal genau festgestellt werden, was Fälschungen von Immendorff überhaupt sind. Ich kenne seine Technik und sein Handwerk so genau, dass ich sehe, wenn ein Bild nicht wirklich von ihm ist. Und ich habe solche Bilder gesehen."

Was stammt vom Meister – und was vom Schüler?

Eines davon, das 1990/91 entstandene "Café de Flore", brachte die Affäre ins Rollen. Es sollte eigentlich am 5. Juni im Münchner Auktionshaus Ketterer zum Schätzpreis von 90 000 bis 120 000 Euro versteigert werden, aber als Werner es im Katalog sah, zweifelte er. Das Motiv der beißenden Gesellschaftsskizze, eine scharfkantig gemalte Karikaturenversammlung, war aus dem Immendorff-Werk zwar bekannt und die Signatur schien auch zu stimmen, aber bei genauem Vergleich wirken die Gesichter hölzern, der Raum ohne Tiefe und die Schrift nicht künstlertypisch. Werner protestierte, und Robert Ketterer nahm das Bild sofort aus der Auktion. "Rechtlich ist es als Original nicht zu beanstanden", sagt Ketterer, "wir haben die eidesstattliche Versicherung des Einlieferers, und wir haben ein Echtheitszertifikat Immendorffs. Aber wir sind überkorrekt und wollen für Aufklärung sorgen."

Wollen ist gut, müssen wäre besser. Denn wer wissentlich Kunstfälschungen als Originale verkauft, ist schadensersatzpflichtig, und das kann bei der fast unübersehbaren Menge von Immendorff-Bildern auf dem Markt teuer werden. So tauchte auch in der Düsseldorfer Außenstelle des Wiener Auktionshauses Dorotheum ein Gemälde auf, die Leiterin Petra Maria Schäpers mit Echtheitszweifeln an den Anbieter zurückgab. Und einer der Immendorff-Besitzer erwägt jetzt zu klagen. Der Münchner Jurist Wolf Gregor hatte "Café de Flore" vor nur drei Monaten für eine sechsstellige Summe vom Düsseldorfer Kunsthändler Michael Sajovitz gekauft. Dessen Bruder Ulrich hatte das Bild schon 1999 für damals 45 000 Mark direkt in Immendorffs Atelier erworben, einschließlich Expertise mit Immendorffs Äffchenstempel und Unterschrift. Von einer Fälschung, von einem Bild also, das gänzlich von fremder Hand gemalt wurde, kann man nicht sprechen. Eher von einer "signierten Kopie", einer Assistentenarbeit unter Aufsicht des Meisters. Und genau da wird es jetzt haarig.

Denn dass große Künstler malen lassen, ist nichts Neues. Schon Peter Paul Rubens, Rembrandt oder Andy Warhol ließen fremde Hände an die Pinsel, Schüler und Assistenten, die nach Schablonen und Vorgaben Bilder malten, die dann vom Meister mit Details und typischem Strich vollendet wurden. Anders war in Kunstboom-Zeiten die Nachfrage gar nicht zu bewältigen, und seit den 60er Jahren gilt der Factory-Gedanke Warhols als en vogue. Dem Satz Pablo Picassos folgend, dass "Kunst eine Lüge ist, die uns die Wahrheit erkennen lässt", wird Kunst seitdem eher als gesellschaftliche Produktion verstanden denn als Geniegeburt eines elitären Pinselstrichs. Der Originalitätsgedanke verblasste hinter der aufkommenden Markenkultur, Kunst wurde zum Statement, und die Ateliers produzieren, was der Künstler unter seinem Label herausgibt.

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7 Leserkommentare vorhanden

Sigi Hirsch

23:29

14 / 07 / 08 // 

Das weiss doch jedes KIND

Das weiß doch jedes Kind, dass <Immendorf hat malen lassen und nur seine Signatur drunter gesetzt hat--und das in den letzten Jahren auch nicht immer. Warum auch? Es geschieht doch den Leuten ganz Recht, dfass sie auf einen Künstler reingegefallen der menschlich doch total unsozial war. Bravo-- die Deutsche Bank kann endlich mal von dem hohen ÄÖlpreis nicht profitieren-jecdenfalls nicht mit Immendorf. Deco--niCHTS als deco Gruss total hirsch unter poetryART

Sigi Hirsch

23:30

14 / 07 / 08 // 

Das weiss doch jedes KIND

Alles nur Schein

Werner Reiter

15:35

18 / 07 / 09 // 

Fälschungen: Es gibt die Möglichkeit, aber die Branche ist dagegen !

www.fingerprint-on-art.com Da Werner Reiter künstlerisch seit vielen Jahren tätig ist, ist er auch von allen Stilrichtungen in der Kunst die es gibt sehr beeindruckt und begeistert. Eines hat ihn aber immer wieder stutzig gemacht, dass in der Kunst gefälscht und so viel gelogen wird das sich die Balken nur so biegen, über eventuelle Schutzmassnahmen hat bisher nie ein Künstler ernsthaft nachgedacht, was Reiter mit großer Bedauerung sagt. Seine bisherige Erfahrung mit manipulierter Fälschung am Kunstmarkt habe er persönlich erlebt wie er sagt, die er als Künstler, wenn er sich nicht mit Fälschungsschutz beschäftigen würde die wahren Hintergründe so nie erfahren hätte. Was eigentlich schon spannend wie ein Krimi ist. Da er ein System entwickelt hat, dass absolut Fälschungssicher in der Kunst im 21. Jahrhundert ist, damit hat er natürlich die jeweiligen Institutionen die mit Kunst zu tun haben mit seiner neuen Vision überfordert, sowie auch herausgefordert um zu sehen was passiert. Bisher ist es immer so, dass Künstler oftmals in ihrer Kunst provozieren um aufzufallen und somit ihre Vision der Öffentlichkeit mitzuteilen. Da gab es manchmal den Einen oder Anderen der sich aufregte über diese Darstellung der gezeigten Kunst. Als Künstler habe er den Spieß völlig umgedreht. Er provoziert mit seinen Fälschungsschutz in der Kunst alle Institutionen und fordert alle heraus, sowie Kunsthändler, Galerien, Museen, Experten für Kunstexpertisen usw. um ihnen zu zeigen, dass es Möglichkeiten gibt Kunst im 21. Jahrhundert für den intern. Kunstmarkt in Prävention für die nächsten Generationen zu 100\% Fälschungssicher zu machen – vorausgesetzt wenn man will!!! Und genau über das Wollen habe er seine Erfahrung gemacht, die ein Künstler der nur seine künstlerische Arbeit macht so nie erfahren würde. Reiter hat zum einen, ein gewisses Wissen über Zeitungsartikel sowie TV Dokumentationen im laufe der Zeit über Kunstfälschungen angeeignet, um zu wissen wo man bei einem Gespr

Werner Reiter

15:44

18 / 07 / 09 // 

Fälschungen: Es gibt die Möglichkeit, aber die Branche ist dagegen Teil 2!

Gespräch mit Fachleuten anzusetzen hat. Dabei habe Reiter in den letzten Jahren viele Institutionen und interessante Leute kennengelernt. Daraus sind immer spannende Diskussionen und Dialoge zu diesem Thema entstanden. Es gibt auch viele Fachleute aus dieser Branche wie er sagt, die ihm unter vier Augen absolut Recht geben. Doch andere die nur auf das herkömmliche Vertrauen setzen, sind nicht belehrbar für eine Weiterentwicklung in der Kunst sagt Reiter. Sie sehen in der Unsicherheit und Manipulation von Expertisen einfach ihr großes Geschäft. Doch wenn man die Wahrheit sagt über so genannte Aufdecker tut ihnen das sehr weh, dass ging soweit das man mit Reiter nicht mehr sprechen wollte. Da wusste Reiter, ich bin mit meiner Version am richtigen Weg. Einige Galeristen haben gesagt, dass sein System in der Kunst ein guter Weg sei, wie gesagt - nur in den vier Augengesprächen. Andere haben ihn beschimpft und meinten, er wäre Geschäfts schädigend in dieser Branche und es zählt nur das Vertrauen auf diesem Sektor, so die Erfahrung von Reiter, er sagt: „Man list fast täglich in Zeitungen wie in der Kunst um sehr viel Geld zu machen manipuliert wird“. Einmal war er bei einer intern. Kunstmesse zufällig Zeuge, wie ein Kunsthändler zu einer älteren Dame sagte: Wenn Sie glauben, dass sie ein Bild von den sogenannten Künstler aus der Zeit des 18. Jahrhundert zu hause haben, aber nicht sicher sind ob es ein Original ist, kein Problem, ich komme zu ihnen stelle ein Echtheitszertifikat meiner Expertise aus und schon haben sie ein Original - Kunstwerk das sehr viel Wert ist. Da habe Reiter aber gestaunt wie schnell so etwas mit Geld bereinigt wird. Auch der Maler und Aktionist Hermann Nitsch war Opfer von Fälschern. Doch Nitsch identifizierte diese Kopie als sein Original wie laut Zeitungsbericht berichtet wird. Die Fälscher hatten Erfolg die Käufer sowie auch den Künstler getäuscht zu haben. Was für den Künstler zu diesem Zeit

Werner Reiter

15:48

18 / 07 / 09 // 

Fälschungen: Es gibt die Möglichkeit, aber die Branche ist dagegen Teil 3!

Zeitpunkt sicherlich kein Renommee war. Und was sagt eine Expertise in 50 Jahren, wenn nicht einmal der Künstler selbst zu Lebzeiten den Unterschied zwischen Original und einer Fälschung seiner Kunst erkennt? Ein Salzburger Galerist erkennt laut Zeitungsbericht eine Arnulf Rainer, sowie Alfred Kubin Fälschung nach Aussage sofort. Er meint, man kann sich relativ einfach schützen, da eine Rechnung quasi als Echtheitsgarantie gelte. Der Händler haftet dann auch bei einer Fälschung mit dieser Rechnung, sagt der Galerist laut Zeitungsbericht aus. Kurz darauf hatte Reiter den Galerist besucht und fragte ihn ob dies ein Scherz sei mit dieser Aussage. Reiter sagte ihm: „Auch Rechnungen kann man austauschen und fälschen und hat mit einer Originalität sowie Autentität eines Kunstwerk überhaupt nichts zu tun, man könnte auch das Kunstwerk austauschen war Reiters Äußerung. Das mit der Rechnung war die blödeste Version die er je gehört habe, zuerst war der Galerist verlegen und gleich darauf beendete er das Gespräch mit Reiter zu diesem Thema. Was Reiter wieder bestätigte, dass dies überhaupt nicht Möglich sein kann sondern nur eine subjektive Meinung des genannten Galeristen ist. Es gibt auch falsche Fälschungen aus Fernost. Die Museumschefin vom Kunstfälscher Konrad Kujau ( Verfasser der vermeintlichen Hitler Tagebücher ) hatte nach seinem Tod im Jahr 2000 die gefälschten Kujau aus Fernost, nur noch mit dem Signet des berühmten Fälschers versehen. Laut Polizeiangabe von mehr als 380 Käufern aus dem In- und Ausland mit sehr hohen Preisen erworben wurden. Im angeführten Zeitungsbericht war zu lesen: Nicht einmal mehr die alten Meister - Fälscher sind von Fälschern geschützt. Zu dieser Äußerung kann Werner Reiter nur lachen wie er sagt. Ein Vorstandsmitglied einer der größten Kunstversicherungsgesellschaft Europas hat einmal persönlich zu Reiter gesagt: „ Herr Reiter ihr Sicherheitssystem ist genial in der Kunst, wir als Kunstversicherung wollen aber das alte System wie

Werner Reiter

15:51

18 / 07 / 09 // 

Fälschungen: Es gibt die Möglichkeit, aber die Branche ist dagegen Teil 4!

bisher beibehalten. „Reiter fragte ihn warum? Seine Antwort wie Reiter sagt, kam mit einem Augenzwinkern für ihn ganz schockierend. Er sagte:„ Denn Fälschungen sind für uns das beste Geschäft für Expertisen in der Kunst „Das ist in meinen Augen die reinste Kunstmafia sagt Reiter, die dagegen sind auf diesem Sektor wirklich was zu machen. Denn wie man weiß sind Fälschungen am Kunstmarkt durch seine Unsicherheiten bei Kunst - Expertisen immer ein großes Geschäft. Draufzahlen tut immer der Künstler, sowie der Käufer der bei einem möglichen Wiederverkauf eines Kunstwerks, keine 100\%ige Garantie für dessen Kunstwerk belegen kann, meint Werner Reiter als Künstler. Außer, die einer unsicheren Kunst - Expertise die nur sehr viel Geld kostet. Oft will man ein Kunstwerk auch gar nicht als Fälschung entlarven um mit den gemeinten Kunstwerk nicht noch größeren Skandal durch die Medien zu verbreiten (Vincent van Gogh) laut Zeitungsbericht beweisbar. Zum Schluss sagt Reiter: „Ich wollte nur einige Beispiele darstellen die ich persönlich erlebt habe“. Somit wird immer ein großer Zweifel offen bleiben zwischen Original und Fälschung. Um auf den Kunst - Markt ein wenig gegenzusteuern habe er ein geniales System als Alternative entwickelt wie er sagt, dass zum großen Vorteil als Prävention für Sammler, Museen aber auch für Künstler sein werden. Nach kurzer Überlegung sagt Reiter: „Einer muss der Erste sein um aufzuzeigen, dass es Möglichkeiten gibt auf dem Sektor Kunst, etwas zum positiven zu verändern. Und wenn es nur ein kleiner Anstoß gegen diese Kunstmafia ist“ sagt Reiter mit großer Überzeugung und hofft, dass dadurch auch etwas neue und interessante Spannung mit Fingerprint on Art in die Kunst- Szene kommt. Natürlich muss man auch Mut haben wie er meint, wenn man in dieser Branche die Wahrheit aufzeigt, dass für ihn als Künstler auch ein besonderer Reiz ist. Was ihn besondert freut, dass Künstlerkollegen sehr positiv und begeistert von seinem System in der Kunst s

Werner Reiter

15:56

18 / 07 / 09 // 

Fälschungen: Es gibt die Möglichkeit, aber die Branche ist dagegen Teil 5!

Kunst sind. Als Künstler würde mich freuen - wie er sagt, wenn man auch seine Homepage besuchen würde, um seine Kunst und auch das System Fingerprint on Art ein intern. als Marke patentiertes System auf Kunst, dass auch polizeilich registriert ist zu besichtigen. Mehr unter: www.fingerprint-on-art.com unter seinen Foto kann man auch ein Präsentations- Video zu diesem System anklicken.

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