Kunstdiebstahl - Sammlung Bührle

Täter kamen am Nachmittag

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche schlugen Kunsträuber in der Schweiz zu – dieses Mal in der Zürcher Sammlung Bührle
Spektakulärer Kunstdiebstahl in Zürich:Bewaffnete rauben berühmte Gemälde

Mit Waffengewalt geraubt: "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne, um 1888

Ausgerechnet in der allgemein als eher beschaulich eingestuften Schweiz ereignete sich innerhalb kürzester Zeit ein zweiter, dieses Mal allerdings ausgesprochen spektakulärer Kunstraub: Am Sonntagnachmittag drangen drei maskierte Männer in das Gebäude der Sammlung E. G. Bührle im achten Bezirk von Zürich ein, zwangen die Anwesenden, sich auf den Boden zu legen. Zwei der Täter raubten im Ausstellungssaal des Erdgeschosses vier Gemälde von Claude Monet, Edgar Degas, Vincent van Gogh und Paul Cézanne, die einen Gesamtwert von etwa 180 Millionen Schweizer Franken (rund 130 Millionen Euro) haben.

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Strecken Teaser

Bei den Gemälden handelt es sich zum einen um eines der berühmtesten Werke von Paul Cézanne, "Der Knabe mit der roten Weste" (um 1888). Außerdem wurden gestohlen: "Ludovic Lepic und seine Töchter" (1871) von Edgar Degas, "Blühende Kastanienzweige" (1890) von Vincent van Gogh und "Mohnfeld bei Vétheuil" (um 1879) von Claude Monet.

Die Täter, laut Polizeibericht mit "dunklen Sturmhauben mit Sehschlitzen" getarnt, luden nach Augenzeugenberichten ihre Beute in ein weißes Auto und fuhren in Richtung des Ortes Zollikon davon. Parallelen zum Raub der Gemälde von Edvard Munch aus dem Nationalmuseum in Oslo (August 2004) drängen sich auf – drei der sechs Täter sind allerdings bereits rechtskräftig zu Gefängnisstrafen verurteilt.

In der vergangenen Woche waren im Seedamm-Kulturzentrum im schweizerischen Pfäffikon zwei Gemälde von Pablo Picasso gestohlen worden, die in einer Ausstellung mit Picasso-Werken aus dem Hannoveraner Sprengel-Museum zu sehen waren.

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