Gib mir fünf! - Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Jede Woche stellen wir Ihnen Kunst-Höhepunkte vor, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Dieses Mal: Die Leipziger Meisterklasse von Annette Schröter, eine Ping-Pong-Diskussion und überdimensionale Installationen im Marta Herford.

Frankfurt am Main: "Annette Schröter und ihre Meisterklasse – Die Arbeit schmeckt"

Mehr als nur altbewährte technische Versiertheit der Leipziger Schule zeigt eine Ausstellung in Frankfurt am Main. Die Künstlerin Annette Schröter und sieben Meisterschüler stellen frischen Facettenreichtum unter Beweis. Seit 2006 führt Schröter, bekannt für farbintensive Bilder und Cutter-Technik, als Professorin eine Fachklasse für Malerei und Grafik an der HGB Leipzig. Am 8. Mai eröffnet die Galerie Rothamel in Frankfurt die Ausstellung mit dem provokanten Titel "Die Arbeit schmeckt", die sich auf typisch deutsche Tugenden bezieht. Die Bilder zeigen Stimmungen: Sie begeistern, regen auf, unterhalten, machen vergessen oder erinnern. Erinnern an die alte, große Leipziger Schule.

Rostock: "Wolfgang Joop – Eternal Love"

Schon lange verbindet die Kunsthalle Rostock unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen und schafft auch einen Zusammenhang von Kunst und Mode. Am 9. Mai wird die Ausstellung "Eternal Love" des Modeschöpfers Wolfgang Joop eröffnet. Vor seiner Karriere als Modemacher und Kopf des Labels "Wunderkind" studierte Joop Malerei und Bildhauerei. Zwar wurde seine künstlerische Leidenschaft in zahlreichen Ausstellungen gewürdigt, dennoch blieb die Breite seines Schaffensspektrums der Öffentlichkeit bislang verborgen. Deshalb zeigt jetzt die Kunsthalle Rostock den vollen Umfang seines künstlerischen Wirkens in einer Großausstellung. Neben Zeichnungen und Strickereien des Mode-Zaren wird eine neue mehrteilige Installation aus Textil präsentiert.

Herford: "Denis Oppenheim – Electric Kisses / Paolo Chiasera – Unter freiem Himmel"

Im Marta Herford hinterfragen ab dem 8. Mai zwei internationale Künstler mit überdimensionalen Installationen die Beziehung von Landschaft und Architektur: Der Amerikaner Dennis Oppenheim zeigt neben seinen früheren Projekten aus den 1960er und 1970er Jahren auch aktuelle Arbeiten, die erstmals vor Publikum präsentiert werden. Durch fantastische Behausungen und Objekte regt der Künstler dazu an, Bedeutungen des jeweiligen Ortes zu ergründen. Dazu realisiert Paolo Chiasera für das Museum zwei raumfüllende Installationen, die sich beide mit dem klassischen Thema der Landschaft auseinandersetzen.

Hannover: "Denken ist sexy – Ping Pong Gesprächsreihe"

"Ping Pong" lautet die neue interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des Kunstvereins Hannover. Regelmäßig werden zwei bekannte Vertreter unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen zur öffentlichen Diskussion gebeten. Die Gesprächsreihe verbindet unterschiedliche künstlerische Auseinandersetzungen mit der Gegenwart und verschafft so einen Blick weit über den Tellerrand des Kulturdiskurses hinaus. Unter dem Motto "Denken ist sexy" wird am 13. Mai um 19 Uhr beim ersten "Ping Pong" über die Bildung im künstlerischen und schauspielerischen Betrieb diskutiert. Zu Gast sind dann Elisabeth Schweger, Intendantin des Schauspielhauses Frankfurt und der neue Leiter des Hamburger Kunstvereins, Florian Waldvogel.

Deutschlandradio Kultur: "Tacita Dean – Trying to find the spiral jetty"

Am 10. Mai um 18.30 Uhr erklingen Töne von Traum, Wirklichkeit und Wunsch im Radio: Zum ersten Mal stellt dann Tacita Dean ihre Soundarbeit "Trying to find the spiral jetty" im Deutschlandradio Kultur vor. Das 27-minütige Stück, ein Radio-Roadmovie, zeigt Dean und einen Begleiter auf ihrer Suche nach Robert Smithsons legendärer, im Great Salt Lake, Utah, versunkener Landartarbeit "Spiral Jetty". Intensiv und verwirrend wirken die Tonaufnahmen auf den Hörer und spielen zugleich mit der Glaubwürdigkeit des Geschehens. Neben der Arbeit mit Soundpieces zeichnet die Britin, filmt und photografiert. Zu sehen sind ihre Werke ab dem 12. Mai in der Einzelausstellung "Still Life" im Palazzo Dugnani, Mailand.