Weihnachtsgeschenke - Tipps aus der Redaktion

Pappkamera oder Lichtobjekt?

Wer jetzt noch nicht alle Geschenke fürs Fest beisammen hat, der muss sich sputen. Vielleicht helfen Ihnen bei der Suche nach Präsenten die art-Mitarbeiter weiter, die hier verraten, was Sie unter den Gabentisch legen.
Höchste Zeit:Was legen Sie unten den Gabentisch?

Lampe "Bialee" von Matthew Appleby

Sabine Dietz, Grafikerin, baut Experimental-Spielzeug:"Einer guten Freundin schenke ich diese Pinhole-Kamera aus Pappe. Damit lassen sich mit einem ganz normalen 35-Millimeter-Film tolle Bilder aufnehmen – Überraschungseffekt inklusive! Verkauft wird die Kamera übrigens auf vorgestanzten Pappbögen. Man muss sie also erst selbst zusammenbauen bevor sie funktionstüchtig ist. Schere und Klebstoff braucht man dafür nicht, nur ein wenig Fingerspitzengefühl ist gefragt." Pappkamera ordern

Ulrike von Sobbe, Redakteurin, plant schon mal das Kunst-Highlight 2011: "Auf die Ausstellung ‘Gesichter der Renaissance‘, die ab 25. August im Berliner Bode Museum zu sehen sein wird, freue ich mich ganz besonders. Also schenke ich meiner Freundin das VIP-Ticket mit 30 Prozent Ermäßigung des Katalogpreises." Tickets vorbestellen


Tim Holthoefer, Bildredakteur, schwört auf ungewöhnliche Leuchtmittel: "Weihnachten ist bekanntermaßen nicht nur das Fest der Liebe und der Familie sondern auch ein Fest des Lichts. Nichts liegt also näher, als neben ganz viel Liebe auch eine besonders schöne Lampe zu verschenken, zum Beispiel eine von Matthew Appleby. Der britische Künstler und Designer fertigt wunderbare Lichtobjekte aus gefundenen Alltagsgegenständen. Alte Salatschüsseln, Espressomaschinen, Käsedosen, Nähmaschinendeckel oder Schleifpapier: Fast kein Ausgangsmaterial ist Appleby zu abwegig, um es nicht einer erleuchteten Wiederverwertung zuzuführen. Neu im Angebot sind außerdem eine Reihe von Betonlampen, deren schöne schlichte Form durch die verwendete Gussform bestimmt wird: einen Joghurtbecher. Anschauen und kaufen kann man die Lampen im kleinen Werkstattladen in der Lenbachstraße 9 in Berlin-Friedrichshain oder im Netz."

Petra Bosetti, Redakteurin, besucht einen alten Meister: "Ich schenke mir dieses Jahr zu Weihnachten eine Reise nach Florenz zur Ausstellung von Agnolo Bronzino (1503 bis 1572) im Palazzo Strozzi . Diese große Werkschau des Hauptmeisters des florentinischen Manierismus will ich mir nicht entgehen lassen." Tickets und Öffnungszeiten

T-Shirt für lange Clubnächte

Undine von Rönn, Chefin vom Dienst, empfiehlt eine Landpartie: “Ein paar guten Freunden werde ich Eintrittskarten für eine spannende Ausstellung schenken ... und zwar für ‘Painters on the run' – im Kunsthaus Stade (noch bis zum 9. Januar). Zu sehen sind dort nämlich Werke von Maler-Star Daniel Richter und von dreien seiner Schüler: Kalu Obasi, Anne Kathrin Ulikowski, Nazim Ünal Yilmaz. Ein Ausflug zum Stader Kunsthaus lohnt sich also, und leckere Tapas gibt’s beim Spanier nebenan." Ab nach Stade

Sünje Todt, freie Mitarbeiterin, setzt auf die Avantgarde der T-Shirts: "Das David Shrigley-Shirt mit dem headless Drummer hat Potential zum Lieblingsteil für lange Clubnächte und wilde Konzerte zu werden. Ein Geschenk für große Brüder, junge Väter, tanzfreudige Tanten ..." Infos zum kopflosen Schlagzeuger


Angelika Kindermann, Redakteurin, verschenkt Kunst in Meilen: "Wenn meine Lieblingsfreundin aus ihrem nordhessischen Dorf auf Hamburg-Besuch kommt, dann liefert sie bei uns brav die mitgebrachte „ahle Wurscht“ ab und verschwindet dann meist recht rasch für Stunden in einem der zahlreichen Museen der Stadt. Deshalb bekommt sie zum Weihnachtsfest diesmal von mir einen Kunstmeilenpass. Für nur 29 Euro kann sie dann gleich fünf Ausstellungshäuser – die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe, das Bucerius Kunst Forum, die Deichtorhallen und den Kunstverein – besuchen. Und falls ihr das doch zu viel Kulturprogramm für ein Hamburg-Wochenende ist, kein Problem: Dann setzt Sie ihre Museumsrunde halt beim nächsten Besuch fort, denn das Ticket gilt 12 Monate." Informationen zur Kunstmeile

Pamela Axmann, Bildredakteurin, will Freude schenken: "Sich schlapplachen? Da empfehle ich seit Jahr und Tag den Schriftsteller Max Goldt. Der hat jetzt ein Bilderbuch mit Kommentaren herausgebracht, die im Satire-Heft Titanic erschienen sind, eine Sammlung von merkwürdigen Schnappschüssen aus ein paar Jahrzehnten Werbung und Alltag, selten bedeutungsvoll, oft belanglos, aber Steilvorlagen zu schönstem Goldt’schem Nonsens. Eine Anstiftung zur Lust am Bilderlesen und Fabulieren. Noch schnell im Fachgeschäft kaufen oder online bestellen."– Max Goldt: Gattin aus Holzabfällen. Mit Text versehene Bilder, Rowohlt Verlag, Berlin 2010, gebunden, 128 Seiten, 18,95 Euro