Gib mir Fünf! - Tipps der Woche

Die Tipps der Woche

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Autorin Jennifer Rumbach empfiehlt diese Woche analoge Bilderwelten, einen heißen Tag in Düsseldorf und komplexe Paralleluniversen.

Berlin: Marc Räder

"Californication" heißt die Ausstellung von Marc Räder in Berlin, der sich bei seiner Namensfindung von den Red Hot Chili Peppers beeinflussen ließ, die 1999 eine gleichnamige CD veröffentlichten. Der in Berlin lebende Fotograf präsentiert ab dem 16. Januar 2009 Landschaftsfotografien, die in der Natur sowie im städtischen Umfeld entstanden sind und sich mit der Ambivalenz unterschiedlicher amerikanischer Lebensentwürfe beschäftigen. Die wie Miniaturen wirkenden Aufnahmen sind nicht digital nachbearbeitet, sondern mit einer großformatigen Architekturkamera aufgenommen. Zu sehen sind seine Arbeiten in der Galerie Berinson bis zum 28. Februar.

München: Werner Schroeter

Wie kleine Inszenierungen wirken die stimmungsvollen Fotografien von Werner Schroeter, die erstmals in der Jörg Heitsch Galerie in München präsentiert werden. Die mit Polaroid-, Minox- und Einwegkameras entstandenen Arbeiten sind ohne digitale Bearbeitung vergrößert worden. Der deutsche Regisseur beschäftigt sich seit 1973 mit Fotografie und verfügt mittlerweile über ein umfassendes fotografisches Werk. Die Ausstellung beginnt mit der Eröffnung am 15. Januar 2009 unter Anwesenheit des Künstlers und endet am 7. Februar.

Berlin: A Tribute to Terry Fox

Der am 14. Oktober 2008 im Alter von 65 Jahren in Köln gestorbene Konzeptkünstler und Klangpoet Terry Fox wurde durch seine Performances und Installationen bekannt. Freunde und Wegbegleiter des Künstlers, wie Akio Suzuki, Jörg Hiller und David Moss, widmen ihm mit Musik, Vorträgen und Videos einen Abend. Am 17. Januar ab 19 Uhr wird in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin neben vielen anderen Beiträgen und Aufführungen verschiedenster Künstler, auch eine bisher selten gezeigte Videoarbeit von Terry Fox aufgeführt.

München: Rinus Van de Velde

Die Saison 2009 beginnt für die Galerie Zink in München am 15. Januar bis 21. Februar mit den Werken Rinus Van de Veldes unter dem Titel "A rotating sculpture and the residues". Wiliam Crowder (1913 bis 1979), fiktiver Bildhauer, ist die Hauptperson in Van de Veldes zeichnerischen Arbeiten. Der 1983 in Antwerpen geborene Künstler entwirft seinem Protagonisten Crowder durch die Zeichnungen und die angerissenen Dialoge ein künstlerisches und soziales Leben, mit dem er sich auch persönlich stark verbunden fühlt. Rinus Van de Velde beleuchtet in seinen Bildern auf ironische, aber distanzierte Weise die Kunstszene und fordert den Betrachter dazu auf, seine Geschichten auszubauen.

Düsseldorf: Hyun Gyoung Kim

Die Skulpturen von Hyun Gyoung Kim erzählen die Geschichte eines heißen Tages. Die klaren Strukturen und Formen ihrer Arbeiten setzen sich von der narrativen und spielerischen Herangehensweise ihrer Schöpferin ab und konfrontieren den Betrachter immer wieder mit neuen Möglichkeiten der Assoziation und Imagination. Die Ausstellung "Ein heißer Tag" ist ab dem 16. Januar bis zum 18. Februar in der Galerie Tedden in Düsseldorf zu sehen. Bei der Eröffnung ist Hyung Gyoung Kim anwesend.