Gib mir fünf! - Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Redakteurin Petra Bosetti empfiehlt diese Woche Kunst im Wohnzimmer, engagierte Studenten und Fotografie in Leipzig.

Leipzig: Leipziger Fotografie

Alle reden von der Leipziger (Maler-)Schule – aber an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst ist auch die Fotografie ein wichtiges Lehrfach. Eine Ausstellung mit Arbeiten von 25 Absolventen gibt einen Überblick über die Leipziger Fotografie von den späten siebziger Jahren bis heute. Die Ausstellung im "Kunstmuseum Dieselkraftwerk" (25. Januar bis 29. März) zeigt unter anderem Werke aus der Sammlung des Museums (bis 1989) sowie Fotografien der Jahre 1990 bis 2008.

Berlin: "Kreis und Kosmos"

Alles fing in einer Wohnung in der Wilmersdorfer Gieselerstraße an: Im 18 Meter langen Flur zeigte die Berlinerin Julie August Kunst – sehr zum Missfallen des Vermieters. Inzwischen wohnt sie im zweiten Stock in der Akazienstraße 30 und stellt dort immer noch Kunst aus. Den Namen "18m" hat sie beibehalten, auch die Öffnungszeiten – an jedem 18. des Monats. Zur Zeit sind Tuschzeichnungen von Patrick Gabler ("Kreis und Kosmos") zu sehen. Die meditativ anmutenden Tuschkreise mit ihren schwungvoll aufgetragenen labyrinthischen Strukturen sind offziell noch am 18. Februar und dieses Mal auch am 6. März jeweils ab 18 Uhr zu sehen, können aber darüber hinaus immer nach Voranmeldung angeschaut werden. (Tel.: 0 30/88 70 29 04 oder 01 63/8 87 02 90)

Düsseldorf: "Der müde Tod"

Fritz Langs expressionistisch-romantischer Stummfilm "Der müde Tod" stand Pate für die erste Ausstellung im Düsseldorfer "Kai 10" im neuen Jahr, kuratiert von Zdenek Felix. In Langs Film bittet ein Mädchen den Tod um das Leben ihres gestorbenen Geliebten. In diese Rahmenhandlung sind drei Episoden eingelassen, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten spielen – in Arabien, im mittelalterlichen Italien und im kaiserlichen China. Die beiden Künstler Astrid Sourkova (Jahrgang 1977) und Markus Selg (1974) haben in einer eigens entworfenen Ausstellungsarchitektur aus Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen, Projektionen, Wandmalerei und Toninstallationen eine begehbare Bühne gefertigt, in denen die Kunstwerke wie Akteure eingesetzt sind – zu sehen vom 24. Januar bis zum 28. März, Di–Sa 12–17 Uhr.

Berlin: "Aktionsklasse"

Die Studierenden der Berliner Kunsthochschule Weißensee haben sich viel vorgenommen: Sie laden ein zu "vier intensiven Arbeitstagen über die Existenz als selbständige Designer" mit "Recherche und Erkundung, Werkstatt und Spiel, Experiment, Probierstube und Diskussion". Diese "Aktionsklasse" trifft sich vom Mittwoch, 28. Januar, bis Sonntag, 1. Februar, in der "Kunstfabrik" am Flutgraben 2 in Berlin-Treptow. Die Veranstalter verheißen "drei Workshops" (kostenpflichtig, nach Voranmeldung unter lisavonbillerbeck@gmx.de) sowie einen "öffentlichen Salon für tägliche Vorträge", der für alle Interessenten offen ist – das genaue Programm steht auf der Website der Kunsthochschule. Bei so viel Action wirkt es geradezu tröstlich, dass nach Worten der Veranstalter "Frühstück und Abendessen als integraler Bestandteil des Konzepts" allen Teilnehmern "Möglichkeit zu Austausch und Diskussion" bieten.

Hamburg: "Leben 2034"

Kaum ist das Jahr 2009 angebrochen, schon machen sich Experten Gedanken um das Jahr 2034. Die Hamburger Körber-Stiftung lässt unter dem Motto "Leben 2034" Fachleute darüber diskutieren, wie Deutschlands Städte in 25 Jahren wohl aussehen werden. Im "KörberForum" (Kehrwieder 12) werden am 27. Januar um 19.30 Uhr Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Ilse Helbrecht, Geografieprofessorin und Konrektorin der Universität Bremen, und Albert Speer, Städteplaner und Architekt, unter der Leitung von Hans-Michael Kloth diskutieren. Wer nicht ins KörberForum kommen kann, hat ab dem Tag danach die Möglichkeit, sich das Gespräch auf der Website des "KörberForum" im ungeschnittenen und werbefreien Podcast anzuhören.

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