Unser e.V.

Kestner- gesellschaft

Unser e.V. – die Kestnergesellschaft
Von links nach rechts: Eveline Bernasconi, Kuratorin; Frank-Thorsten Moll, Kurator; Max Engelmann, Marketing; Mairi Kroll, Geschäftsführerin; Caroline Käding, Kuratorin und vorne sitzend Veit Görner, Direktor (Foto: Maria do Rosário Neto)

UNSER E.V. – DIE KESTNERGESELLSCHAFT

Von der Hamburger Kiezwohnung bis zur Bremer Kunsthalle: In Deutschland existiert eine weltweit einmalige Landschaft von über 250 Kunstvereinen, die sich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst verschrieben haben. Begleitend zur Titelgeschichte im aktuellen Heft stellen wir Ihnen ab heute jede Woche einen neuen Kunstverein vor. Diesmal: Zehn Fragen an die Kestnergesellschaft in Hannover.

1. Über welche Ihrer Ausstellungen wurde am meisten gestritten?
Über Santiago Sierra, "Haus im Schlamm". "Dieser Dreck soll Kunst sein" titelte die Bildzeitung. Viele der Besucher empfanden die Ausstellung als Provokation und Beschmutzung der heiligen Hallen der Kunst, obwohl Sierras Intervention inhaltlich ganz einfach zu vermitteln war. Auch die konkreten Bezüge zu Hannovers Geschichte waren evident und die kunsthistorischen Bezüge zu Walter de Marias "earthroom" einfach zu verstehen.

2. Welches war Ihre best besuchte Ausstellung?
"Made in Germany", da haben wir unseren normalen Jahresdurchschnitt verdoppelt.

3. Wenn Sie eine eigene Sammlung haben: Wo liegt der Schwerpunkt? Und welches ist das teuerste Exponat?
Wir haben keine eigene Sammlung.

4. Welche Künstler würden Sie gerne einmal ausstellen?
Das sind mehr als wir ausstellen könnten.

5. Wohin führte Sie die letzte gemeinsame Reise?
Valencia.

6. Was war die bislang höchste Spende?
250 000 Euro.

7. Was würden Sie Ihrem Verein generell wünschen?
Noch mehr kunstbegeisterte (junge) Mitglieder.

8. Wenn Sie kein Kunstverein wären, was für ein Verein wären Sie dann?
Ein Gute-Laune-Verein.

9. Wo sehen Sie den Verein in den nächsten zehn Jahren?
Nach wie vor als einen der größten und attraktivsten Kunstvereine in Deutschland mit internationaler Ausstrahlung.

10. Drei Gründe, bei Ihnen Mitglied zu werden?
Super Programm, super Atmosphäre, sensationelle Editionen!

Zahlen, bitte: Gründungsjahr: 1916. Mitgliederzahl: Knapp 4000. Altersdurchschnitt: 60. Besucherdurchschnitt: 49. Jahresbeitrag: 50 Euro. Ausstellungsfläche: 1500 qm. Jahresbudget: 1,7 Mio Euro (davon knapp 40 Prozent öffentliches Geld)

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