Vanity Fair - Umfrage

Gerhard Richter auf Platz Eins

Eine 100-köpfige Jury versuchte für die amerikanische "Vanity Fair", die sechs bedeutendsten lebenden Künstler zu bestimmen. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen. Und obwohl Richard Serra für sich selber stimmte, landete am Ende ein Deutscher auf dem ersten Platz.
Platz Eins:Gerhard Richter in Umfrage auf Platz Eins

Gerhard Richter ist der bedeutendste lebende Künstler. Zu diesem Schluss kam die amerikanische Zeitschrift "Vanity Fair"

Für die Dezember-Ausgabe startete die amerikanische "Vanity Fair" eine Umfrage unter Künstlern, Kuratoren, Museumsdirektoren und Akademikern. "Wer sind die sechs bedeutendsten lebenden Künstler?" fragte das Magazin. Zur 100-köpfigen Jury zählte, was Rang und Namen hat: Darunter Marina Abramovic, Carl Andre, John Baldessari, Cecily Brown, Jeff Koons, Marlene Dumas oder der japanische Künstler Takashi Murakami, der neben Steven Spielberg vier weitere Filmemacher nannte. Bei Doug Aitken und Douglas Gordon landeten der Musiker Ariel Pink und die schottische Rockband Mogwai auf der Liste. Richard Serra wählte sich selbst.

Es war nicht einfach, einen gemeinsamen Nenner bei all den unterschiedlichen Meinungen zu finden. Was wieder einmal beweist, was für ein subjektives Vergnügen die Kunst ist und dass es sich vor allem um eine persönliche Angelegenheit handelt, was man als Kunst ansieht.

Auf Platz eins (mit 24 Stimmen) landete schließlich Gerhard Richter, gefolgt von Jasper Johns, Richard Serra und Bruce Nauman. Cindy Sherman ist an Platz fünf vertreten. Das Schlusslicht bildet Ellsworth Kelly mit zehn Stimmen. Auf der Liste der Kandidaten, die mit jeweils fünf Stimmen abschnitten, gesellte sich neben David Hammons, Brice Marden, Ed Ruscha und James Turrell immerhin mit Kara Walker eine zweite Künstlerin.

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