Gib mir fünf! - Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Jede Woche stellen wir Ihnen Kunst-Höhepunkte vor, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Diese Woche empfiehlt art-Autorin Sünje Todt Wandmalerei in Hamburg, Studenten in Dortmund und hörbare Bilder in Berlin.

Hamburg: David Tremlett "Drawing Rooms. Wandzeichnungen für die Galerie der Gegenwart"

David Tremlett, geboren 1945, konzipiert Wandzeichnungen, die sich auf die vorgefundene Architektur beziehen oder in Erinnerung an Orte, die er bereist hat, entstehen. Verweise auf afrikanische Häuser, indische Städte oder italienische Baudetails sind in den geometrische Formen und den dunklen, kräftigen Farbtönen zu erkennen.

Hierbei ist Tremlett die Flüchtigkeit seiner Wandmalerei besonders wichtig, so dass er ausschließlich mit Pigmenten und Pastellkreide arbeitet. In der Galerie der Gegenwart ist neben den Zeichnungen, Künstlerbüchern und Entwürfen eine speziell für die Räumlichkeiten konzipierte Wandarbeit präsentiert, die sich durch das gesamte dritte Obergeschoss zieht. Die von Sabrina von der Ley kuratierte Ausstellung ist noch bis zum 31 Oktober zu sehen.

Dortmund: "mittendrin – wie es sich anfühlt, Student zu sein"

Das Studentenleben ist eine aufregende Zeit: Man zieht in eine andere Stadt, lernt neue Leute kennen, steht auf eigenen Füßen und träumt von der Zukunft. In Dortmund ist eine Fotoausstellung von Hochschülern der technischen Universität zu sehen, die sich mit dem Lebensgefühl des Studentseins beschäftigt. Gezeigt werden erzählerische Selbstbildnisse, experimentellen Fotografien sowie nüchterne Architekturaufnahmen der Universität. Die Ausstellung entstand unter der Leitung von Felix Dobbert vom Seminar für Kunst und Kunstwissenschaften und ist bis zum 4. Juli im Dortmunder "U-Zentrum für Kunst und Kreativität" zu sehen.

Berlin: "Rencontres Internationales" Paris/ Berlin/ Madrid

Vom 29. Juni bis zum 4. Juli findet im Haus der Kulturen der Welt ein internationales Festival für experimentellen Film und zeitgenössische Kunst statt. Zu sehen sind unter anderem neue Arbeiten von Eija-Liisa Ahtila, Charlotte Ginsborg, und Hans op de Beeck statt. Außerdem wird es Diskussionsrunden mit Künstlern und Fachleuten sowie spezielle Filmvorführungen von Harnun Farocki und Jonas Mekas geben. Zur Eröffnung des Festivals wird die Performance "Rheo" von Ryoichi Kurokawa aufgeführt, bei der Töne sichtbar und Bilder hörbar werden. Für die Skulptur aus Tönen und Bilder erhielt Kurokawa auf der Ars Electronica in Linz die Goldene Nica.

Chemnitz: Wolfgang Mattheuer "Das druckgrafische Werk"

Landschaftsdarstellungen, Literatur-lllustrationen und Grafiken mit politischen Themen bilden den Schwerpunkt des Werkes von Wolfgang Mattheuer. Seiner Bilder sind voller Symbole, Metaphern und Allegorien und befinden sich in der Schwebe zwischen Realität und Fiktion. Dank einer Schenkung des Sammlers Hartmut Koch ist die Kunstsammlung Chemnitz seit 2002 im Besitz des gesamten grafischen Werkes von Mattheuer. Insgesamt 850 Radierungen, Lithografien, Holz- und Linolschnitte des 1927 geborenen Künstlers sind vom 27. Juni bis zum 26. September zu sehen. Zeitgleich wird die neu erschienene Publikation "Wolfgang Mattheuer. Das druckgrafische Werk – Schenkung Hartmund Koch" präsentiert.

Köln: "popdesignfestival-pdf"

Parallel zur "c/o pop", einer Messe für Popmusik, findet in Kölner Stadtteil Ehrenfeld bis zum 27. Juni ein internationales Festival für Design, Urban Art, Pop, Mode und Urbanismus statt. In Geschäften, Galerien, Ateliers und Institutionen werden Ausstellungen und Projekte gezeigt. Außerdem gibt es Workshops und Jugendveranstaltungen zum Thema Popkultur und Design. Bei dem jährlichen Sommerfestival darf natürlich auch das Open-Air-Feeling nicht fehlen, deshalb finden viele der Veranstaltungen unter freiem Himmel statt.