Gib mir zehn!

Tipps



ZEHN AUSSTELLUNGSTIPPS FÜR DIE FEIERTAGE

Jede Woche präsentieren wir Kunst, die Sie nicht verpassen dürfen. Diesmal mit zehn Ausstellungs-Highlights für die Feiertage.
// ANN KIMMINICH
Chemnitz: Neo Rauch und Rosa Loy

Das Künstlerpaar der Leipziger Schule, Neo Rauch und Rosa Loy, stellt erstmals gemeinsam in Deutschland aus.

Die gegenständliche Malerei von Loy bildet starke gleichzeitig verführerisch wirkende Frauen ab, während Rauch in seinen großformatigen Gemälden kollektive Abgründe in kühlen Bildwelten präsentiert.

Die Ausstellungen "Neo Rauch – Abwägung" und "Rosa Loy – Gravitation" ist noch bis zum 10. Februar 2013 im Museum am Theaterplatz in Chemnitz zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag und Neujahr von 11–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend und an Silvester.

Frankfurt am Main: Privat

Google Street View, Youtube-Filme, Handy-Fotos in sozialen Netzwerken – eine Ausstellung spürt der "Öffentlichkeit des Intimen" nach. Mit dabei sind Fotografien von Nan Goldin, Evan Baden und Leigh Ledare, der seine Mutter beim Sex mit jüngeren Männern fotografierte. Auch das Werk von Stan Brakhage, der bereits 1959 die Geburt seines Kindes filmte, ist dabei.

Die Ausstellung "Privat" ist noch bis zum 3. Februar 2013 in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag von 10–19 Uhr und Neujahr von 11–19 Uhr. Geschlossen am Heiligabend und an Silvester.

Hamburg: Matta. Fiktionen

Der chilenische Künstler Roberto Sebastián Antonio Matta Echaurren war das Wunderkind des späten Surrealismus. Der ehemalige Mitarbeiter des Architekten Le Corbusier ging bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges von Paris nach New York und fing an, gewaltige Kompositionen aus sich überlagernden farbigen Schleiern und Schlieren zu malen.

Die Ausstellung "Matta. Fiktionen" ist noch bis zum 6. Januar 2013 im Bucerius-Kunstforum in Hamburg zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag und Neujahr von 11–19 Uhr. Silvester von 11–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend.

Berlin: Karl Friedrich Schinkel – Geschichte und Poesie

Eine Retrospektive in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum zeigt die Werke des preußischen Oberbaurats Karl Friedrich Schinkel. Neben Kupferstichen, Zeichnungen und Bühnenbildentwürfen gibt es einen dreidimensionalen Nachbau des Bühnenpanoramas "Der Brand von Moskau" von 1812/13.

Die Ausstellung "Karl Friedrich Schinkel – Geschichte und Poesie" ist noch bis zum 6. Januar 2013 im Kulturforum Berlin zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag von 10–18 und Neujahr von 12–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend und an Silvester.

Düsseldorf: First we make the rules, then we break the rules

Eine Gegenüberstellung der Künstler Öyvind Fahlström und Simon Evans, die beide mit Collagen arbeiten und von der Literatur zur bildenden Kunst kamen. Die Ausstellung konzentriert sich auf den Aspekt des Spiels, das die zwei Künstler nutzen, um gesellschaftliche Ordnungen durch Improvisation und Experiment zu hinterfragen.

Die Ausstellung "First we make the rules, then we break the rules" ist noch bis zum 17. Februar 2013 im Kunsthaus Düsseldorf zu sehen. Geöffnet am 2. Weihnachtstag von 11–18 Uhr und Neujahr von 11–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend, am 1. Weihnachtstag und an Silvester.

Baden-Baden: Bilderbedarf

"Braucht die Gesellschaft Kunst?" lautet die Frage, die anhand einer Ausstellung beantwortet werden soll. Es werden künstlerische Arbeiten der vergangenen 60 Jahre gezeigt, die eine direkte politische Funktion oder Wirkung hatten. Eine Erinnerung an Projekte, die die Öffentlichkeit bewegten und die zeigen, dass Kunst unmittelbar in die Gesellschaft einwirken kann.

Die Ausstellung "Bilderbedarf. Braucht Gesellschaft Kunst?" ist noch bis zum 17. Februar 2013 in der Kunsthalle Baden-Baden zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag und Neujahr von 10–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend und an Silvester.

München: Die Sammlung Gunter Sachs

Die Sammlung des Playboy Gunter Sachs umfasst 113 Werke. In mehr als 50 Jahren Sammeltätigkeit hat er vor allem zeitgenössische Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Yves Klein erstanden. Die Arbeiten dokumentieren die persönlichen Interessen und Leidenschaften des 2011 verstorbenen Gunter Sachs.

Die Ausstellung "Die Sammlung Gunter Sachs. Von Max Ernst bis Andy Warhol" ist noch bis zum 20. Januar 2013 im Museum Villa Stuck in München zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag, Silvester, und Neujahr von 11–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend.

Wien: Nackte Männer

Eine Ausstellung die um Vielfalt und Wandel in der Darstellung nackter Männer kreist. In einem groß angelegten Bogen von 1800 bis heute thematisiert die Schau unterschiedliche künstlerische Zugänge, konkurrierende Männlichkeitsmodelle und den Wandel von Körper-, Schönheits- und Wertvorstellungen.

Die Ausstellung "Nackte Männer" ist noch bis zum 28. Januar 2013 im Leopold Museum in Wien zu sehen. Geöffnet am 1. und 2. Weihnachtstag und Neujahr von 10–18.30 Uhr und an Silvester von 10–17 Uhr. Geschlossen am Heiligabend.

Stuttgart: Das Auge der Welt

"Die Neue Sachlichkeit, das habe ich erfunden" soll Otto Dix wohl einst gesagt haben. Doch was zeichnet die Neue Sachlichkeit aus? Eine Sonderschau mit rund 120 Werken geht dieser Frage auf den Grund und legt einen Schwerpunkt auf den direkten Vergleich zwischen Otto Dix und Künstlern wie Christian Schad, George Grosz oder Rudolf Schlichter.

Die Ausstellung "Das Auge der Welt. Otto Dix und die neue Sachlichkeit" ist noch bis zum 7. April 2013 im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen. Geöffnet am 2. Weihnachtstag von 10–18 Uhr und Neujahr von 12–18 Uhr. Geschlossen am Heiligabend, 1. Weihnachtstag und an Silvester.

Bern: Die Engel von Klee

In seinen letzten Lebensjahren zog es Paul Klee zu den Engeln. Rund 80 Werke widmete er zwischen 1938 und 1940 dem himmlischen Motiv. Für den an der unheilbaren Systemischen Sklerose erkrankte Klee waren die Engel Spielfiguren, die es ihm erlaubten, sich mit dem eigenen Ende auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung "Die Engel von Klee" ist noch bis zum 20. Januar 2013 im Zentrum Paul Klee in Bern zu sehen. Geöffnet 2. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr von 10–17 Uhr. Geschlossen am Heiligabend und am 1. Weihnachtstag.

Kommentieren Sie diesen Artikel

1 Leserkommentar vorhanden

Richard Muther

16:14

03 / 01 / 13 // 

Der Bernard Buffet unserer Tage

Stellt Euch vor, nach der "Abwägung" kommt die "Kreuzigung" mit diesen steifen mimikfreien Figuren \_ Christus am Kreuz ,Maria kniend und heulend davor und dann diese Köpfe. Rauch der Buffet unserer Tage.

Abo