Findungskommission

Documenta 13

Kuratoren suchen weltweit Documenta-Chef
Die Suche hat begonnen: Wer wird der nächste Kurator der weltweit wichtigsten Schau moderner Kunst? (Foto: Tim Holthöfer)

KURATOREN SUCHEN WELTWEIT DOCUMENTA-CHEF

Sechs Monate nach der jüngsten Documenta ist am Montag in Kassel bereits der Startschuss für die nächste "Weltkunstausstellung" im Jahre 2012 gefallen. Mehr als vier Jahre vor Eröffnung der Documenta 13 nahm ein Gremium seine Arbeit auf, dass den künstlerischen Leiter der nächsten Documenta bestimmen soll.

Die "Findungskommission" besteht aus neun Kuratoren und Museumsdirektoren aus der ganzen Welt. Bis zum Ende des Jahres sollen sie den Nachfolger von Roger Buergel bestimmen, der die Documenta 12 kuratiert hatte. Traditionell hat die weltweit größte Ausstellung moderner Kunst jedes Mal einen anderen Chef.

Dem Gremium gehören die Vizedirektorin des New Yorker Museums of Modern Art, Kathy Halbreich, der frühere Direktor des Museu Nacional Belas Artes aus Rio de Janeiro, Paulo Herkenhoff, die Direktorin des Sydneyer Museum of Contemporary Art, Elizabeth Ann Macgregor, und Oscar Ho, Gründungsdirektor des Museum of Contemporary Art in Schanghai an. Aus Deutschland sind auch die Direktoren des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, Udo Kittelmann, und des Kölner Museums Ludwig, Kasper König, vertreten. Einige der neun saßen bereits in den Kommissionen, die frühere Documenta-Chefs gesucht hatten. König war nach eigenen Angaben früher sogar schon selbst als Documenta-Chef im Gespräch: "Ich war hier schon zweimal Verlierer", sagte der Kunstprofessor.

Nach Angaben von Documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld sollte bei der ersten Sitzung nur über Kriterien für einen Documenta-Chef, nicht aber über Namen gesprochen werden. Diese würden erst auf einer zweiten Sitzung im Sommer diskutiert. "Die D13 hat heute begonnen. Diese neun Experten von fünf Kontinenten sollen einen Ausstellungsmacher bestimmen, der der nächsten Documenta wieder seinen persönlichen Stempel aufdrücken wird", sagte Leifeld. Es bleibe die Besonderheit der "Institution documenta", dass jeder Ausstellungsmacher seine eigene Ausstellung definiere. Vorgaben bei der Suche nach einem neuen Chef gebe es nicht.

Die Documenta findet seit 1955 in Kassel alle vier und seit 1972 alle fünf Jahre statt. Das letzte "Museum der hundert Tage" zwischen dem 16. Juni und dem 23. September vergangenen Jahres hatte mit 754 000 Gästen erneut einen Besucherrekord. Die nächste Documenta ist vom 9. Juni bis zum 16. September 2012.

dpa

Kommentieren Sie diesen Artikel

1 Leserkommentar vorhanden

ars evolutoria

10:54

12 / 06 / 12 // 

Kommission vor der Findungskommission

Zum Thema werner hahn googeln ...

Abo