Daniel Hug

Art Cologne

Überraschungskandidat aus Los Angeles
Fotos: Koelnmesse

ÜBERRASCHUNGSKANDIDAT AUS LOS ANGELES

Daniel Hug, ein Galerist aus L.A. wird neuer Direktor der "Art Cologne". Er tritt das schwere Erbe von Gérard Goodrow an. Findet die Kunstmesse mit ihm den Weg aus ihrer Krise?
// UTE THON, ALAIN BIEBER

Nachdem "Art-Cologne"-Direktor Gérard Goodrow auf Druck von Galeristen sein Amt aufgeben musste, wurde monatelang nach einem Nachfolger gesucht. Heute machte die Pressestelle dem Rätselraten über potenzielle Kandidaten ein Ende: Daniel Hug heißt der neue Mann in Köln. Bereits am 1. Mai wird er sein Amt antreten.

Die Wahl ist eine Überraschung. Denn Hug kommt nicht aus dem Dunstkreis gestandener Kölner Galeristen, die die "Art Cologne" seit Monaten heftig kritisierten. Der 40-jährige Schweizer mit US-Pass betreibt erst seit fünf Jahren seine eigene Galerie im Chinatown-Viertel von Los Angeles. Dort zeigt er junge Künstler aus Deutschland, Polen und den USA, darunter Ulrich Lamsfuss, Hanna-Mari Blencke und Rafal Bujnowski. An der "Art Cologne" nahm er bislang nur am "Open Space"-Programm teil. Er studierte Kunstgeschichte an der School of the Art Institute in Chicago und ist der Enkel des ungarischen Konstruktivisten und Bauhauskünstlers László Moholy-Nagy. Zwischen 1998 und 2001 kuratierte er verschiedene Ausstellungen. Erfahrungen im Ablauf von Messeorganisation und der Galerienakquise sammelte Hug als Mitglied des Auswahlkomitees zur "Art Chicago International Art Fair" und als Berater der "Art LA".

Nun soll Daniel Hug die "Art Cologne" künstlerisch und strategisch weiterentwickeln und eine enge persönliche Betreuung der Galerien und Top-Sammler sicherstellen, so die Pressestelle. "Mit Daniel Hug haben wir einen Kenner der Szene gewonnen, der profundes Wissen über Kunst und Kunstmarkt besitzt und dieses mit Erfahrungen in der Messeorganisation vereint", sagte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse.

Dennoch verwundert die Personalentscheidung. In Insiderkreisen wurde zunächst der aufmüpfige Kölner Galerist Christian Nagel als möglicher Messechef gehandelt. Nun ist es doch niemand aus Deutschland und dem üblichen Verdächtigenkreis geworden. "Die Entscheidung lag ganz bei der Kölner Messegesellschaft. Aber mit der Wahl bin ich sehr zufrieden", beteuert Nagel, als Messseteilnehmer gerade auf der New Yorker Armory-Show, auf art-Nachfrage. Bleibt abzuwarten, welche Weichen Hug als neuer "Art Cologne"-Chef stellen wird. Ein Hinweis könnte sein Kommentar zur Künstlerauswahl in seiner eigenen Galerie sein: "Es ist weniger so, dass ich gute Kunst erkenne, sondern ich erkenne schlechte Kunst", sagte er dem US-Nachrichtendienst Bloomberg. "Was ich letztlich zeige, ist das Resultat eines Eliminationsverfahrens."

Die nächste "Art Cologne" läuft vom 16. bis 20. April auf dem Kölner Messegelände.

Kommentieren Sie diesen Artikel

2 Leserkommentare vorhanden

Karl-Wilhelm Schmidt

08:11

18 / 04 / 12 // 

Das Licht der Welt Oder Interview mit einem Künstler

Das Licht der Welt Von Karlwilismus | 23.März 2008 Karl-Wilhelm Schmidt„Das Licht der Welt oder Interview mit einem Künstler“ August 2004 Das Licht der Welt Oder Interview mit einem Künstler 1950 in Cuxhaven geboren, ist hauptberuflich Künstler, der seine Ausdrucksform in der abstrakten Malerei gefunden hat. Denn nur allein die Abstraktion – so der Künstler – gibt ihm die notwendige Freiheit, das auszudrücken, um was es ihm geht: Gefühle. Und die (abstrakte) Kunst ist eine der frühesten Möglichkeiten menschliche Gefühle zu offenbaren. Karl-Wilhelm Schmidt arbeitet in Öl und zieht größere Formate vor. Er malt in kräftigen Farben und Kontrasten, verwendet phantasievolle und ungewöhnliche Formen. Gefühle, Phantasie, Stimmungen und Empfindungen, aber auch Gelesenes und Biblische Motive sind die Hauptinspiration seines Schaffens. Ein Beispiel wäre das Bild „Der Walfisch“. Hier wird eine Brücke geschlagen zu der Geschichte aus dem alten Testament, in der Jonas von dem Walfisch verschluckt wurde. Jonas betet zu Gott und wird nach drei Tagen wieder ausgespuckt. Es gibt mehrere Interpretationsmöglichkeiten: - Ist es eine Parallele zu der Auferstehungsgeschichte? (Nach drei Tagen ausgespieen, - nach drei Tagen wieder auferstanden.) - Ist es ein Symbol? DAS Symbol Christus? Soll uns der entgegenkommende Fisch nicht dazu auffordern, ihn auf uns zukommen zu lassen und Christus und den Glauben in uns aufzunehmen? - Vielleicht schwimmt der Fisch aber auch aus dem Bild heraus, so, wie Christus aus unserem Leben hinfort schwimmt, vertrieben von neuen „Religionen“ wie Materialismus, Konsum, Machtdenken und Ellbogengesellschaft. Letztendlich ist keine Deutungen richtig – oder falsch. Denn genau das wurde von dem Künstler beabsichtigt. Die Deutung seiner Bilder lässt er offen – er überlässt sie uns - und gibt uns damit eine Art von Freiheit, die in unserer Gesellschaft gleichfalls so selten und so wertvoll geworden ist. Ein Interview … Abwesend sehe ic

Karl-Wilhelm Schmidt

08:13

18 / 04 / 12 // 

Das Licht der Welt Oder Interview mit einem Künstler

1950 in Cuxhaven geboren, ist hauptberuflich Künstler, der seine Ausdrucksform in der abstrakten Malerei gefunden hat. Denn nur allein die Abstraktion – so der Künstler – gibt ihm die notwendige Freiheit, das auszudrücken, um was es ihm geht: Gefühle. Und die (abstrakte) Kunst ist eine der frühesten Möglichkeiten menschliche Gefühle zu offenbaren. Karl-Wilhelm Schmidt arbeitet in Öl und zieht größere Formate vor. Er malt in kräftigen Farben und Kontrasten, verwendet phantasievolle und ungewöhnliche Formen. Gefühle, Phantasie, Stimmungen und Empfindungen, aber auch Gelesenes und Biblische Motive sind die Hauptinspiration seines Schaffens. http://bremervoerde-voerde-club-kunst.de.to/

Abo