Balkenhol

Kassel



DOCUMENTA-LEITERIN FÜHLT SICH "BEDROHT"

Die Macher der documenta 13 laufen Sturm gegen ein Kunstwerk, das auf einem Kirchturm in Kassel steht.
// VON TIMO LINDEMANN, DPA

Einen Monat vor Beginn der documenta 13 ist in Kassel ein Streit über eine Balkenhol-Skulptur entbrannt, die auf dem Turm der Sankt-Elisabeth-Kirche installiert wurde. Vertreter der documenta kritisierten am Mittwoch die katholische Kirche scharf: "Es stört erheblich. Die künstlerische Leiterin fühlt sich von dieser Figur bedroht, die mit der documenta nichts zu tun hat", sagte documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld. Die Figur auf dem Kirchturm am zentralen Friedrichsplatz – ein Mann mit ausgebreiteten Armen – ist Teil einer Balkenhol-Ausstellung. Wie Leifeld weiter erklärte, sei die Skulptur "ein Eingriff in die Freiheit der documenta". Er fordere Respekt für die Weltkunstausstellung, könne aber nicht vorschreiben, dass die Figur entfernt werde. Die documenta 13, eine bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, beginnt am 9. Juni in Kassel und dauert 100 Tage.

Der Projektleiter der Balkenhol-Ausstellung, Christoph Baumanns, betonte, es sei keine Option das Kunstwerk abzubauen. Diese Forderung sei "engstirnig". Er trete aber gern mit der documenta in einen Dialog über die Wirkung der Kunst. Leifeld sagte, es habe bereits 2011 Gespräche über die Ausstellungen der Kirche gegeben, in denen er gefordert habe, die Kirche solle auf zeitgenössische Kunst verzichten. "Die evangelische Kirche hat das verstanden." Die documenta-Besucher sollten wissen, "was documenta-Kunst ist und was nicht", betonte Leifeld. Die Figur beeinflusse die Ausstellung. "Die künstlerische Leiterin weiß, dass diese Art von Kunst für diese documenta nicht adäquat ist."

Balkenhol selbst wurde in der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" mit den Worten zitiert, er schließe es aus, die Figur wieder zu entfernen. "Die Skulptur ist so in den Turm integriert, dass sie Teil der Architektur ist", sagte der Künstler dem Blatt. Sein Werk wirkt von unten gesehen sehr lebensecht, so hatten einige Kasseler bereits Feuerwehr und Polizei wegen eines "Lebensmüden" auf dem Kirchturm alarmiert.

Das Bistum Fulda und die Katholische Kirche Kassel nutzen die documenta nach 2002 und 2007 bereits zum dritten Mal, um nach eigenen Angaben "Werke der Gegenwartskunst im kirchlichen Zusammenhang zu präsentieren und darüber in den Dialog zu treten".

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36 Leserkommentare vorhanden

Hermann Josef Hack

18:29

09 / 05 / 12 // 

Wie lächerlich ist das denn? Habt ihr keine anderen Probleme?

Das ist wieder typisch documenta: Zugegeben, vier Jahre lang will keiner was von Kassel wissen, gäbe es nicht die documenta, die Kunstszene würde einen Bogen um die Diaspora machen. Aber: Was fällt euch aufgeblasenen Wichtigtuern ein, die ihr alle fünf Jahre glaubt, ihr wärt der Mittelpunkt der Welt? Wäret ihr das wirklich, dann würdet ihr euch um die wirktlichen Probleme dieses Planeten kümmern - wie werden wir die vielen Milliarden Menschen satt machen, wie die Klimakatastrophe abwenden, die Gier des nimmersatten Kapitalismus aufkosten der Menschen und der Natur in den Griff kriegen? Was aus den documenta Foren seit Jahrzehnten rauskommt, ist leider nur folgenloses Gequatsche bzw. armselige Ästhetisierung der Probleme. Da kommt es auf das Holzfigürchen auch nicht mehr an, das sicher nicht ohne den Einfluss des Brüderchens im hiesigen Kunstverein dorthin gekommen ist. Irre ich mirch? Egal, wen kümmert das schon, im September ist eh alles wieder vorbei und für vier Jahre wieder Ruhe.

Burgund Slivka

22:38

09 / 05 / 12 // 

Auch eine Form von Zensur

Was bildet sich die Dokumenta-Leitung eigentlich ein? Glaubt sie gar, sie habe das Monopol auf alle Kunst dieser Welt und nur sie könne entscheiden, was während dieser heiligen Zeit als Kunst zu gelten habe? Da sind ja die Ajatollahs toleranter als diese Kunst-Sekte!!! Das ist blanke Zensur. Alles, was nicht durch die Kunstkontrolleure der Dokumenta freigegeben ist, hat aus dem öffentlichen Bild zu verschwinden? Erinnert mich irgendwie an graue oder braune Vorzeiten. Ich wünsche mir, dass viele subversive Kunstaktionen - denn davon lebt die Kunst - sich über diese Hybris hinwegsetzen und den engstirnigen und humorlosen Hohepriestern des institutionellen Kunstbetriebes zeigen, dass sie nicht alles bestimmen können. Übrigens, die Dokumenta setzt natürlich auch nicht unerhebliche Marktinteressen durch, deswegen auch die Vehemenz der Reaktion. Wer sich hier durch Kunst bedroht fühlt, sollte zum Psychiater gehen. Das fängt ja gut an, kein Wunder, dass viele Menschen die Kunstszene für bekloppt halten, in diesem Fall kann ich sie verstehen...

erny21

22:56

09 / 05 / 12 // 

Ich fühle mich noch mehr bedroht

Im Vorgarten meines Nachbarn steht ein bunter Gartenzwerg und schaut mich immer neckisch an. Ich fühle mich jetzt auch ganz doll bedroht! Kann ich meinen Nachbarn zwingen, diesen Zwerg wenigstens während der Documenta zu entfernen? Kann mir die Documenta-Leitung hier helfen? Sollte man eine Kunstsäuberung durchführen? Herr Leihfeld, können Sie helfen? Bitte verbieten Sie alles, was nicht Dokumenta-Kunst ist, sofort! Ich fühle mich bedroht, Sie doch auch, oder? Gibt es in Kassel auch Gartenzwerge. Werden Sie diese auch alle verbieten? Wie bedrohlich muss das alles auf die Dokumenta-Leiterin wirken? Und was ist mit den Straßenmalern in Kassel? Werden Sie diese während der Dokumenta wegsperren, damit die Dokumenta-Leiterin sich nicht durch diese bedroht fühlt? Schockierend, welchen bedrohlichen Situationen die Dokumenta-Leiterin ausgesetzt ist. Wie tapfer, dass sie ihre Rolle dennoch durchzieht! Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt und diese tapfere Frau!

Joachim Rossmann

00:03

10 / 05 / 12 // 

Hack hat Recht

Solche Selbstbeschäftigung beweist: von diesen Leuten ist keine Hilfe in der globalen Krise zu erwarten. Bei uns war jedes Jahr Kirmes im Dorf. In Kassel alle fünf Jahre, ansonsten business as usual. Zur Bewältigung der existentiellen Herausforderungen reicht sowas nicht ansatzweise. Also nehmt euch nicht so wichtig, ihr Kunstfuzzis in Kassel!

Christian Peheim

08:52

10 / 05 / 12 // 

Kann man noch intoleranter als die documenta sein?

Was bilden sich diese selbstgerechten Einfaltspinsel von der documenta eigentlich ein? Glauben sie vielleicht, während ihrer Ausstellung gehöre Kassel ihnen? Mit den lächerlichsten Argumenten wird anderen das Recht streitig gemacht, selbst Kunstwerke auszustellen, so als lebten wir in einem totalitären Staat und die Organisatoren der documenta dürften bestimmen, was zu tun ist. Dieses intolerante und autoritäre Verhalten der documenta verursacht einfach nur noch Übelkeit. Und dann wird mit „[d]ie evangelische Kirche hat das verstanden“ auch noch der Eindruck erweckt, die documenta hätte einen irgendwie legitimen Rechtsanspruch auf die geforderte Alleinstellung. Nein, hat sie nicht, und die evangelische Kirche ist lediglich einer Konfrontation aus dem Wege gegangen. Aber das Schlimmste ist die von Leifeld kritisierte Respektlosigkeit. Nicht nur ist Kunst seit jeher oft respektlos und fast alle modernen Künstler haben sich bereits irgendwann in Respektlosigkeit geübt, oft und ganz besonders ausgeprägt gegenüber der Kirche. Die documenta selbst hat dies zu verantworten, den solche absurden Aussagen über eine als „Bedrohung empfundene Figur“ zeigt doch, daß diese Veranstaltung keinerlei Respekt von einem erwachsenen und denkenden Menschen verdient hat. Mir tun die Veranstalter der documenta nur noch leid.

r. juchli

13:36

10 / 05 / 12 // 

die documenta

ist eine konzipierte ausstellung, keine messe.

Florian Waldvogel

14:07

10 / 05 / 12 // 

Geschmacksregime

Die Äußerungsfreiheit ist ein Grundrecht unserer westlichen Gesellschaft, das wir ohne Zweifel als solches verstehen. Es ist das Recht auf freie Rede und Verbreitung einer Meinung in der Öffentlichkeit. Was geschieht nun aber, wenn diese Freiheit an die Grenzen stößt, die wir nach unserem demokratischen Verständnis formuliert haben? Was kann, darf und soll gesagt werden und was muss ungesagt bleiben bzw. darf nicht ausgesprochen werden? Welche Konsequenzen hat die Äußerungsfreiheit in unserer westlichen Gesellschaft? Wie und wo wird diese Freiheit für die dOCUMENTA (13) instrumentalisiert? Ist Frau Christov-Bakargiev berechtigt, die Definition dieser Begrifflichkeiten zu bestimmen? Und ist Herr Leifeld bemächtigt zur Freigabe oder Zensur eben jener? Frau Christov-Bakargiev, ihr kuratorisches und wissenschaftliches Team, die teilnehmenden KünstlerInnen sollten sich adäquat von dem Geschmacksregime ihres Geschäftsführers Bernd Leifeld distanzieren! Für die Äußerungsfreiheit und die Freiheit der Kunst!

von Kleingeist

14:49

10 / 05 / 12 // 

zu Kleingeist

Kann man denn auch auf der Documenta 13 Exponate entfernen lassen, falls man sich als Betrachter von deren Anblick bedroht fühlt, Frau Christov-Bakargiev ?

von Kleingeist

14:49

10 / 05 / 12 // 

zu Kleingeist

Kann man denn auch auf der Documenta 13 Exponate entfernen lassen, falls man sich als Betrachter von deren Anblick bedroht fühlt, Frau Christov-Bakargiev ?

Hans Knall

19:46

10 / 05 / 12 // 

Ich wünsche mir...

...ganz viele kleine Kunstaktionen während der Documenta in Kassel!

Hans Knall

19:47

10 / 05 / 12 // 

Ich wünsche mir...

...ganz viele kleine Kunstaktionen während der Documenta in Kassel!

Horst von Forst

21:04

10 / 05 / 12 // 

Stell dir vor...

es ist documenta und keiner geht hin! Verstehe gar nicht, dass Künstler, die sich für modern und aufgeschlossen halten, immer noch an der alten Form festhalten und diesem elitären Kunstkomplott huldigen. Da sind diejenigen, welche das System Kunstmarkt in Frage stellen, schon viel weiter. Von wegen avantgarde, dass ich nicht lache! Dies schrieb euch aus dem Forst euer Horst

Beppo Ohnesorg

21:13

10 / 05 / 12 // 

Das war's dann wohl, Frau Christov-Bakargiev

Peinlich, peinlich! Und der Kunstzensor Leihfeld, endlich hat er sich mal von seiner wahren Seite gezeigt. Erbärmlich. Hoffentlich machen die Medien nicht wieder so einen Wind um die 100 Tage Pillepalle.

f. scholl

08:57

11 / 05 / 12 // 

@von forst

kunstmarkt in frage stellen....balkenhol gehört da bestimmt nicht dazu, der steht für ein vorvorgestriges künstlertum.

MARTA MATO

09:46

11 / 05 / 12 // 

Hobbyschnitzer

Wenn es bei Balkenhol um einen richtigen Künstler handeln würde und nicht um einen Hobbyschnitzer, könnte ich die Aufregung verstehen. Frau Christov-Bakargiev sollte sich um richtige Kunst kümmern.

Kathy

10:43

11 / 05 / 12 // 

Kommi....

Frau MARTO sie haben den Knall auch nicht gehört, wo gibt es denn das das man einen recht anerkannten Künstler, als Hobbyschnitzer deklariert, ich denke da wo er es geschafft hat, träumen so einige davon...... und sicher auch sie))) Manche Aussteller denken auch sie sind Gott und nur sie haben Recht.... Unglaublich, was da initiiert wird, peinlich peinlich

von Kleingeist

11:37

11 / 05 / 12 // 

zu Kleingeist

In Abwandlung des Zitats von Barnett Newman: > Aesthetics is for painting as Ornithology is for the birds < ....könnte man auch sagen: > Solche Kunstverwalter sind für die Kunst so bedeutsam, wie der Ornitologe für den Alltag eines Vogels.

Horst von Forst

13:32

11 / 05 / 12 // 

@ F. Scholl

nee, den Balkenhol hab ich auch nicht als Infragesteller gemeint, weiß Gott - aber dass wir jetzt über die Quali von dessen Arbeit streiten, geht an meinem Anliegen vorbei. Ich bin da voll bei Kleingeist: Kunst geschieht ohne gefragt zu werden. Nur, dass die Documenta-Macher sich jetzt mal so peinlich outen, das hätte ich nicht gedacht. Insofern hat das Männchen auf dem Kirchturm ungewollt den Schleier gelüftet... ... oder dem Leihfeld die Hosen runtergelassen!

Rita Sydow

13:37

11 / 05 / 12 // 

hoffentlich lesen das die Dokumenta-Veranstalter

denn ihr seid einfach unerträglich peinlich und kleingeistig. Der erste Kommentator hat völlig Recht! Am Ende des Jahres wird man sich nicht an mehr als an die boulevardesken Begebenheiten erinnern, vielleicht noch an diese Zensur. Soviel Aufwand und Staatsknete für solche Fatzkes! Unterstützt lieber die jungen wilden Querdenker und Verweigerer!

Lakis

15:58

11 / 05 / 12 // 

Balkenhol - in die zeitgenössische Kunstszene verirrt.

Kann Marta Mato nur Recht geben, Balkenhols Arbeiten haben sich in die zeitgenössische Kunstszene verirrt. Da gehören die nicht hin. Besser in die Kirchen. Da ist noch viel Platz. Was will denn Kathy...Balkenhol ist nie in wichtige Ausstellungen eingeladen worden. Kathy soll mal googlen!

f. scholl

21:50

11 / 05 / 12 // 

wie heisst

das werk eigentlich...biedermann, die arme ausbreitend? sowas gehört in die provinz, nicht nach kassel. aber der kirche ist ja nichts mehr heilig...lol

P. Immel

00:45

12 / 05 / 12 // 

dOKUMENTA 13 - ihr habt echt einen an der Klatsche

Heul doch, Tante Bakargiev! Bedroht, ey bedroooooht! Bedrooooooht! Ich piss mir in die Hose vor lachen. Frag mal Ai WeiWei, was bedroht zu sein heißt, der kann dir das erklären.

Leo

09:20

12 / 05 / 12 // 

Lösung

Um diese ganz persönliche Bedrohungslage aufzulösen gäbe es zwei Möglichkeiten: 1. Die Balkenhol-Skulptur verlässt den Turm. 2. Frau Christov-Bakargiev verlässt die Documenta-Leitung. Beim Lösungsansatz 2 wäre keine fremde Zustimmung vönnöten, und die sonst so oft beschworene Freiheit der Kunst bliebe gewahrt.

f. scholl

11:32

12 / 05 / 12 // 

@leo

kunst die sich in den dienst der kirche stellt ist weder glaubwürdig noch frei.

Leo

13:10

12 / 05 / 12 // 

Perspektive

@F. Scholl Da ist mein ganz persönliche Definition doch etwas weiter und freier gefasst. Wer Kunst unter die Fittiche von Förderung, Documenta, Galerien oder Handelt stellt, der kann sie auch getrost der Kirche anvertrauen.

scholl

14:47

12 / 05 / 12 // 

es ist

nunmal der sinn eines kuratorenjobs stellung zu beziehn, kunsttheoretische thesen aufzustellen. macht man einen gemischtwarenladen, beklagen sich die leute wieder über beliebigkeit.

Leo

19:39

12 / 05 / 12 // 

kuratieren

Gerne darf jede Kuratorin Stellung beziehen. Allerdings hat sie darauf kein Monopol Kraft ihres Amtes. Ein Mann wie Balkenhohl oder eine Institution wie die Kirche mit 1.200.000.000 Mitgliedern sollte diese Position auch zugestanden werden. Auch wenn diese nicht mit den eigenen Deckungsgleich sind. Am Ende bleiben nur sehr wenige Kuratoren übrig, deren Arbeit man sich auch in den nachfolgenden Generationen erinnert. Bei Künstern ist das nicht selten genau umgekehrt.

Seb Astian

23:33

12 / 05 / 12 // 

Selbstverliebte Schalträger!

Das Auftreten der Dokumenta-Leute (habe deren Namen schon vergessen) erinnert mich an die des Olympischen Komitees, welches seit einiger Zeit darauf besteht, dass während der Olympiade u.a. in den Badezimmern des Olympischen Dorfes die Herstellerbeschriftungen auf den Kloschüsseln überklebt werden. Einfach nur peinlich diese selbstverliebten Schalträger!

:-)

11:55

13 / 05 / 12 // 

Schallträger als Schaumschläger

Vielleicht wollte man durch diese Bedrohungsbekundung zu Beginn der Dokumenta auch nur etwas Trommelwirbel in eigener Sache schaffen. Soche Strategien kennen wir ja vor den Erstverkaufstagen bereits aus der Literatur-und Musikindustrie. Auch in der Heimat der Kuratorin ist dies kein unbekanntes Geschäftsmodell. Eine Veranstaltung hoher Qualität würde auf solche Öffentlichkeitsarbeit aber doch eher ganz verzichten.

scholl

12:16

17 / 05 / 12 // 

kein monopol

aber gewiss mehr autorität! manche leute scheinen damit ein problem zu haben.

LEO

14:18

28 / 05 / 12 // 

Michelangelo, Raffael, Dürer, Grünewald, Holbein . . . .

Wenn ich mich der Namen der Künstler erinnere, die von der Kirche zur Arbeit eingeladen wurden, so habe ich nicht den Eindruck, dass deren Autorität hinter der einer Frau Christov-Bakargiev zurück steht. Nicht immer ist schnell Effekt einer von Dauer.

f. scholl

11:49

07 / 06 / 12 // 

nzz:

"die katholische elisabeth-kirche positionierte sich derweil als trittbrettfahrerin der documenta. sie macht ihre eigene kunstshow und stellte siche eine balkenhol-plastik auf den turm, die wie eine schrumpfform des jesus von rio den friedrichsplatz optisch kontaminiert. so hofft man, documenta-pilger umzuleiten und der säkularen kunstreligion verirrte schäfchen abzujagen. chefkuratorin christov-bakargiev wehrt sich zu recht gegen diese zumutung, doch schlägt ihr in den lesebriefspalten und online-foren die blanke wut der kunstspiesser entgegen..."

f. scholl

12:12

07 / 06 / 12 // 

raffael, dürer und co

das ist lange her

scholl

12:42

07 / 06 / 12 // 

balkenhols

`kleinmeisterei`hat mit den grossen der renaissance und nachzeit leider wenig gemein. weder formal noch intellektuell überzeugend.

chaywa

21:39

11 / 06 / 12 // 

endlich mal was los in der kunstrechthaberei

super geil ,die Einen wollen an den Themen heiß laufen und die anderen suchen Anerkennung zur Rechtfertigung da zu sein wo man ist ,am besten obendrauf.hmm hättet ihr erst gar nicht angefangen zu streiten wär die Sache vielleicht noch nicht einmal so gewichtig aufgefallen.Nun hat man jede Menge Stoff und ein neuer Aspekt der sozialen Skulptur Kassel heute ist geboren oder wieviel Tolleranz lässt die Doku an Unzulänglichkeiten zu.ich wünsche a god work for a grazy world --bis denne...

chaywa

21:49

11 / 06 / 12 // 

übrigends noch was

die Doku finde ich super und sie hat es denke ich bei weitem nicht nötig schulmeisterlich am strittigen Punkt politisch aufzutreten ,ich denke da steht man einfach drüber sogesagt integral und geistig in der Kategorie tollerant

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