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Lesetipps des Monats
Hiroshige: Hundert berühmte Ansichten von Edo
Seine größte Hingabe galt Ansichten seiner Heimatstadt Edo, dem heutigen Tokio: Hiroshige (1797 bis 1858) war einer der letzten Meister des japanischen Farbholzschnitts, einer Kunstform, die das Bild Japans in der westlichen Welt bis heute prägt. Der Taschen Verlag hat eine der kostbarsten Ausgaben von hundert berühmten Ansichten von Edo (1856 – 1858) aus dem "Ota Memorial Museum of Art" in Tokio aufwändig nachgedruckt. Mit japanischer Bindung wird das großformatige Opus in einer mit Seidenstoff bespannten Box angeboten (294 S., 100 Euro).
David Schnell: Hover
Unverwechselbar ist seine farbintensive Malweise – schwebende Gegenstände oder Gebäude ohne erkennbare Statik kennzeichnen die Gemälde des Deutschen David Schnell (Jahrgang 1971). Zu Ausstellungen in Goslar und Puerto Rico hat die Galerie Eigen+Art den Katalog Hover herausgegeben, der auch neueste Arbeiten des Künstlers vorstellt (Hatje Cantz Verlag, 108 S., 56 Abb., 29,80 Euro).
Kaiser Friedrich II. – Welt und Kultur des Mittelmeerraums / Von der Kunst mit Vögeln zu jagen – Das Falkenbuch Friedrich II.
Wer die Ausstellung (bis 15. Juni) im Oldenburger Landesmuseum nicht besuchen kann, dem seien die beiden Begleitpublikationen empfohlen. Beide Bände geben Einblick in das kulturelle Umfeld des ebenso umstrittenen wie faszinierenden Herrschers des Mittelalters und spiegeln sein ausgeprägtes Interesse an Kunst, Architektur und Wissenschaft (Verlag Philipp von Zabern. 544 S., 900 Abb., bis 30.4. 34,90 Euro, danach 44,90 Euro. Falkenbuch 160 S., 100 Abb., 19,90 Euro bis 30.4., danach 24,90 Euro, beide Bände zusammen 49,90 Euro bis 30.4., danach 60 Euro).
Kunst-Bildatlas
Die renommierte Kunsthistorikerin Karin Thomas hat einen Kunst-Bildatlas herausgegeben. Seine 100 großformatigen Abbildungen, versehen mit kompakten Erläuterungen, bieten einen umfassenden Kanon der Kunst, der alle Epochen von der Gegenwartskunst bis zurück zur Antike beschreibt. Obwohl ursprünglich für den Kunstunterricht konzipiert, ist der Band auch für ein breiteres kunstinteressiertes Publikum geeignet (Ernst Klett Verlag. 256 S., 24,95 Euro).
Mark Rothko – Schriften 1934–1969
Rechtzeitig zur großen Mark-Rothko-Retrospektive, die bis 27. April in der Münchner Hypo-Kunsthalle und anschließend vom 16. Mai bis 24. August in der Hamburger Kunsthalle zu sehen sein wird, hat der Verlag Kurt Liebig die Schriften 1934–1969 des Künstlers veröffentlicht. Fast 100 Texte spiegeln Rothkos ästhetisches Denken in kunstheoretischen Essays, Vorträgen, Interviews sowie Briefen an Kuratoren, Galeristen und befreundete Künstler wider (Verlag Kurt Liebig. 205 S., 19,90 Euro).