20 / 02 / 2008
Hilfe für Museen
Kulturstiftung
"TROPFEN AUF DEN HEISSEN STEIN"
Als "Tropfen auf den heißen Stein" bezeichnete die Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Vöckler, dem Deutschlandradio gegenüber die Summe von sieben Millionen Euro, die von der Stiftung für ein Programm zur "Konservierung und Restaurierung von gefährdetem mobilem Kulturgut" (KUR) zur Verfügung gestellt wurden. Diese Sofortmaßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Kulturstiftung der Länder. Damit soll Museen geholfen werden, Ausstellungsstücke vor dem Verfall zu bewahren. Auch kleine Häuser sollen berücksichtigt werden.
Aus 121 Anträgen von Museen, Archiven und Bibliotheken wählte eine Jury 26 Projekte mit "kulturgeschichtlich bedeutsamen Objekten aus, die dringend der Konservierung und/oder Restaurierung bedürfen", so eine Pressemitteilung der Kulturstiftung des Bundes. Diese seien "nicht nur akut in ihrer Substanz vom Verfall bedroht, es fehlen oft auch die notwendigen Techniken oder die wissenschaftlichen Grundlagen für eine fachgerechte Restaurierung". Nach einer Erhebung des Deutschen Museumsbundes sind 70 Prozent der Ausstellungsstücke in den 600 befragten Kulturstätten vom Verfall bedroht.
Zu den Restaurierungsprojekten gehören unter anderen umbrische Tafelbilder des Lindenau-Museums Altenburg, kunst- und naturhistorische Objekte des Naturalienkabinetts Waldenburg, historische Tasteninstrumente aus Weimar und Halle, mittelalterliche Grabtextilien aus dem Dom zu Speyer und historische Waffen aus dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg. Das KUR-Programm will "gezielt die Öffentlichkeit und die kulturpolitisch Verantwortlichen für die bundesweit dramatische Lage vieler Sammlungen sensibilisieren". Die im KUR-Programm geförderten Objekte sollen nach ihrer Restaurierung wieder einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.
20 / 02 / 2008
