Off-Spaces: Jagla Ausstellungsraum

Köln

Off-Spaces: Jagla Ausstellungsraum
Ausstellungsansicht Sina Brennecke, Timo Seber: "It's all right. I think we're gonna make it.", Juni/Juli 2010, zu sehen: "Der Referendar", 2010, acht schwarzweiß-Kopien, DIN A4, Auflage unbegrenzt (Courtesy Jagla)

OFF-SPACES: JAGLA AUSSTELLUNGSRAUM

In der Serie "Off-Spaces" präsentiert art alternative Kunstorte. Diesmal: Jagla Ausstellungsraum in Köln
// CHRISTINA GREVENBROCK

Welche war Ihre bestbesuchte Ausstellung? Und warum?

Alle Ausstellungen waren bis jetzt erstaunlich gut besucht. Wir haben es vor allem zu den Eröffnungen immer sehr voll, aber auch anschließend kommen die Besucher zu unseren regulären Öffnungszeiten, um die Arbeiten noch einmal in Ruhe anzuschauen. Das war von Anfang so und hat sich auch bis jetzt konstant gehalten.

Und der größte Misserfolg?

Es gibt keine Misserfolge.

Welche Ausstellung würden Sie gerne einmal realisieren, wenn Geld keine Rolle spielte?

Wenn Geld keine Rolle spielte: ... würden wir gerne unser Programm, bzw. die Künstler, mit denen wir arbeiten, "über die Grenzen hinaustragen" wollen. Das heißt, unsere Ausstellungen in einem anderen Land und damit auch in einem anderen Kontext präsentieren, zum Beispiel in Städten wie Tokio, Dubai, Buenos Aires, Quebec, Reykjavik, Glasgow, Lissabon. ... würden wir gerne mit anderen Institutionen oder auch Galerien, mit denen wir zusammen arbeiten, größere Räume oder Hallen anmieten, um zeitrelevante Ausstellungen gemeinsam zu realisieren.

Ihre Philosophie beziehungsweise Ihr Konzept in einem Satz?

Jagla Ausstellungsraum zeigt Positionen zeitgenössischer Kunst mit den Schwerpunkten Malerei, Zeichnung, Skulptur. Besonders bestimmend sind die Bezüge zu in Köln lebenden Künstlern sowie den Kunsthochschulen in Köln und Düsseldorf. Kooperationen mit weiteren Kunstakademien sind in der Planung.

Was ist Ihre Motivation, einen solchen Off-Space zu betreiben?

Die eigene Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Künstler aus?

Qualität. Gutes Aussehen. Tischmanieren.

Bitte eine abenteuerliche oder skurrile Anekdote aus Ihrem Off-Space:

Bei uns geht es eigentlich ziemlich gesittet zu. Als skurril empfinden wir hin und wieder abenteuerliche Besprechungen in der Presse. Mit einer löblichen Ausnahme – Dank an Magdalena Kröner.

Wo und wann hört die Freiheit alternativer Kunstorte auf?

Bei der eigenen Fähigkeit beziehungsweise Unfähigkeit, Ideen zu visualisieren.

Wenn Sie kein Off-Space wären, was für ein Raum wären Sie dann?

Ein Büro.

Was wäre Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Bei der Planung unserer Ausstellungen befinden wir uns permanent in der Zukunft. Wünsche haben wir nur in der Gegenwart.

Fakten, Fakten, Fakten:
Gründungsjahr: 2008
Leitung:Ulrike Jagla-Blankenburg, Tom Lingnau
Wie viele Helfer/Mitarbeiter:Keine
Unbezahlter Arbeitsaufwand pro Woche:3 Tage
Ausstellungsfläche:23 qm
Altersdurchschnitt der Besucher:8 - 80
Jahresbudget:-

Jagla Ausstellungsraum

Hansaring 98 50670 Köln

http://jagla-ausstellungsraum.de

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