Damien Hirst
Tate Gallery
SCHÖNE BESCHERUNG FÜR TATE GALLERY
Nicht jeder würde sich über ein solches Weihnachtsgeschenk freuen: eine in der Mitte auseinandergesägte Kuh in Formaldehyd, Hunderte von toten Fliegen, Zigarettenkippen und Meeresmuscheln. Doch Sir Nicholas Serota, Direktor der Tate, ist überglücklich über die "erstaunliche Geste" von Großbritanniens erfolgreichstem Künstler Damien Hirst.
Das ehemalige Enfant Terrible der BritArt hat der Tate vier seiner Werke aus der eigenen Sammlung geschenkt: "Mother and Child Divided" (1993), eine Kuh mit ihrem Kalb in Formaldehyd; "The Acquired Inability to Escape" (1991), eine mit Aschenbechern, Zigarettenkippen und Feuerzeugen gefüllte Glasvitrine; "Who is Afraid of the Dark" (2002), eines von Hirsts ersten Gemälden mit toten Fliegen; und "Life Without You" (1991), ein Arrangement von Muscheln auf einem Schreibtisch. Obwohl Serota den Wert der vier Werke nicht beziffern wollte, werden sie auf etwa 15 Millionen Pfund geschätzt.
Vor drei Jahren hatten sich 24 Künstler öffentlich verpflichtet, der Tate Arbeiten zu schenken. Während Künstler wie Antony Gormley, Anthony Caro und Louise Bourgeois dieser Verpflichtung schon nachgekommen sind, hat Hirst erst jetzt nach langen Verhandlungen den Schritt getan. Für ihn ist die Schenkung "eine Winzigkeit, verglichen mit der Tatsache, dass diese Arbeiten nun von Millionen von Menschen in einer großartigen Umgebung gesehen werden können".

