Rousseau-Gemälde für Museum

Geschenk aus Enttäuschung

Geschenk aus Enttäuschung

Ein anonymer Besucher hat einem Museum im Nordwesten Frankreichs ein mutmaßliches Originalwerk des autodidaktischen Malers Henri Rousseau geschenkt. Das Bild sei Anfang August von einem Mann am Empfang des Museums für naive Kunst in Laval als Paket verpackt abgegeben worden, bestätigte der Kulturbeauftragte Didier Pillon. Beigelegt war ein Brief, in dem der Spender erklärte, er sei enttäuscht gewesen, dass das Museum der Geburtsstadt von Henri Rousseau nur drei Werke des Künstlers besitze.

Das Bild trägt den Titel "Paysage avec pêcheur" (Landschaft mit Fischer). Ihm lag auch ein von der inzwischen verstorbenen Rousseau-Expertin und Kunstkritikerin Dora Vallier unterschriebenes Echtheitszertifikat bei. Das Gemälde werde jetzt noch Fachleuten des Pariser Orsay-Museums zur Authentifizierung vorgelegt, sagte Pillon. Rousseau (1844-1910) wird stilistisch dem Postimpressionismus und der Naiven Kunst zugeordnet.

Von dem anonymen Spender wisse man nur, dass es sich um einen älteren Herrn handle, der keine Erben habe, erklärte der Kulturbeauftragte. Das Museum und die Stadt Laval suchen nun nach ihm, um mehr über die Geschichte des Werkes zu erfahren.