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Lüttich
KUNST-FERIEN IN BELGIEN
Aus gutem Grund hat Lüttichs Innenstadt 18 Parkhäuser – am Wochenende strömen Besucher aus dem benachbarten Deutschland in die lebendige Stadt an der Maas. Die Altstadt mit ihren französisch anmutenden Kneipen und Restaurants, den Boutiquen und auch der sonntägliche Flohmarkt locken sie an.
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Jetzt gibt es einen guten Grund, das Auto zu Hause zu lassen und mit der Bahn zu fahren: den grandiosen Gare Guillemins von Santiago Calatrava, eine gigantische Flutwelle aus weißem Beton und filigranem Glas. Die endlos lang erscheinende Überdachung der Gleise baut sich majestätisch zu einem 200 Meter langen und 35 Meter hohen Dom auf. Atemberaubend schön, auch wenn noch an manchen Stellen gewerkelt wird. Ein weiterer Grund ist der im Frühjahr neu eröffnete Museumskomplex Grand Curtius, ein liebenswertes Haus, das Alt- und Neubau aufs Glücklichste miteinander vereint.
Die kleinen, feinen Sammlungen reichen von Altägypten bis zur Neuzeit, selbst eine sonst eher trockene Angelegenheit wie eine Glassammlung, ist hier spannend inszeniert. Außerhalb des Stadtkerns befindet sich das Musée d’Art moderne et d’Art contemporain – zur Sammlung gehören Werke von Monet, Khnopff, Ensor, Kokoschka oder Valadon. Von der Place Saint-Lambert mit dem gewaltigen Bischofspalast kommt man in die Altstadt. Die jahrhundertealten Häuser sind ziemlich geschwärzt – eine Folge des Kohlebergbaus. Ihre Fassaden aber sind durch Fensterfronten elegant aufgebrochen, was sie leicht und filigran erscheinen lässt. Hier steht auch eine von vielen Lütticher Kirchen: Die Kathedrale Saint-Paul besticht durch die gewaltigen Ausmaße ihres gotischen Schiffs, den schönen Kreuzgang und den beeindruckenden Kirchenschatz. Wer sich das Ganze von oben anschauen möchte, kann über eine der längsten Treppen Europas zur Zitadelle auf der Montagne de Bueren hinaufsteigen und auch das ländliche Lüttich genießen.
