Neue Leiterin für Kunstsammlung NRW

Susanne Gaensheimer wechselt nach Düsseldorf

Susanne Gaensheimer wechselt nach Düsseldorf

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer kuratierte in ihrer Zeit am MMK auch 0zweimal den deutschen Pavillon in Venedig

Die Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt, Susanne Gaensheimer, soll die künstlerische Leitung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf übernehmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus NRW-Kunstkreisen. Gaensheimer (49), eine der profiliertesten Museumschefinnen in Deutschland, folgt auf Marion Ackermann, die bereits seit November 2016 Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden ist. Zuvor hatten die "Rheinische Post" und die "Westdeutsche Zeitung" berichtet. Über die Berufung Gaensheimers müssen noch das Stiftungskuratorium der Kunstsammlung sowie das NRW-Kabinett befinden. Dies wird am Dienstag erwartet.

 

Die europäische Idee im globalen Kontext
Zur 55. Venedig-Biennale sprach art mit Susanne Gaensheimer, die zum zweiten Mal den deutschen Pavillon kuratierte, über Ai Weiwei und diplomatische Etikette

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist das kulturelle Aushängeschild des einwohnerstärksten Bundeslandes. Gegründet wurde die landeseigene Kunstkollektion 1961 in Düsseldorf mit dem Erwerb von 88 Werken Paul Klees. Klee hatte bis zum Machtantritt der Nazis 1933 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt und war aus dem Amt gedrängt worden. Die Klee-Sammlung mit mittlerweile über 100 Arbeiten gehört zu den größten Museumsbeständen des Künstlers in Deutschland.

Die Museumssammlung umfasst vor allem die Klassische Moderne vor 1945 sowie amerikanische und deutsche Nachkriegskunst und Kunst der Gegenwart. Dazu gehören Spitzenwerke etwa von Henri Matisse, Pablo Picasso, Ernst-Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Max Ernst, Wassili Kandinsky, sowie Arbeiten von Jackson Pollock, Robert Rauschenberg und Andy Warhol. Außerdem beherbergt die Kunstsammlung Werke von Gerhard Richter, Günther Uecker und Joseph Beuys, die alle als Professoren an der nahen Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt hatten.

Neben dem Stammhaus am Grabbeplatz (K20) hat die Kunstsammlung zwei weitere Standbeine in Düsseldorf. Im Ständehaus (K21), dem ehemaligen NRW-Landtag, wird viel zeitgenössische Kunst gezeigt. Das Schmela-Haus dient als experimentelle Probebühne der Kunstsammlung.

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