Gib mir fünf!

Tipps der Woche



DIE FÜNF TIPPS DER WOCHE

Unsere Serie "Gib mir fünf!" präsentiert Ihnen jede Woche fünf Kunst-Höhepunkte, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. art-Autorin Irit Bahle empfiehlt diese Woche: Pop Art, Ponys und türkische Kunst
// IRIT BAHLE
Hamburg/Kreis Pinneberg: "Made in Turkey" – zeitgenössische türkische Kunst

Zeitgenössische türkische Kunst, die bisher in Deutschland wenig Beachtung gefunden hat, wird in den kommenden Wochen an gleich vier Orten rund um Hamburg vorgestellt: Das Ernst-Barlach-Museum in Wedel, die Hauptkirche St. Trinitatis Altona, die Drostei in Pinneberg und der Kunstverein Elmshorn zeigen 50 Künstler und über 150 Arbeiten aus mehr als dreißig Jahren zeitgenössischer türkischer Kunst. Malerei, Bildhauerei, Raum- und Videoinstallationen aus türkischen Museen, Privatsammlungen und Ateliers der Künstler geben Einblick in die türkische Gegenwartskunst und reflektieren kulturübergreifende Fragen.

Berlin: Maix Mayer in der Galerie Eigen + Art

Die Galerie Eigen + Art in Berlin zeigt bis zum 9. Mai die Ausstellung "Autofiktion" von Maix Mayer. Mit Fotografien, Filmen und Installationen widmet sich Mayer dem Thema Architektur, anhand dessen er Veränderungen der Gesellschaft beobachtet. Ob das Kaufhaus Brühl, Innenräume des Museums der bildenden Künste Leipzig, futuristische Wohnanlagen in Taiwan oder die spektakulären Bauten des Architekten und Ingenieurs Ulrich Müther auf Rügen – Mayer inszeniert die unterschiedlichsten Gebäude und stellt sie einander gegenüber. Der Titel "Autofiktion" bezieht sich dabei auf die Frage nach dem Verhältnis von Fakt und Fiktion im künstlerischen Produktionsprozess.

Berlin: Regine Müller-Waldeck in der Temporären Kunsthalle Berlin

Die Temporäre Kunsthalle Berlin zeigt bis zum 19. April die raumgreifende Installation "Hängung" der Künstlerin Regine Müller-Waldeck. Was da von der Decke hängt, sind fünf weibliche Beine. Weiße Gipsabgüsse sind mit Seilen und Stoffbändern miteinander und durch den Raum verspannt. Müller-Waldecks Interesse gilt der Begrenztheit gesellschaftlicher Schutz- und Stützkonstruktionen und den zugrunde liegenden Beziehungs- und Machtstrukturen. Ihre raumgreifende Installation ist die zweite Ausstellung im Projektraum der Temporären Kunsthalle.

Marktoberdorf: Mädchen und Ponys im Künstlerhaus

Die Ausstellung „myponyplay“ im Künstlerhaus Marktoberdorf zeigt vom 4. April bis zum 14. Juni Fotografien, Malereien, Materialcollagen und Installationen von Alexandra Vogt. Diese bisher größte Einzelschau der Künstlerin dreht sich rund um das Thema Mädchen und Ponys. Doch die assoziierte Prinzessinnen-Romantik kehrt sich schnell ins Gruselige. Erstmals werden Vogts Arbeiten in der Nähe ihres Entstehungsortes gezeigt. Für die Zeit der Ausstellung bewohnt die Künstlerin mit ihren Pferden und Pferdemädchen den Vorhof des Ausstellungshauses, um dort an neuen Werken zu arbeiten.

Aachen: „Pop Up!“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst

Vor dem Hintergrund des Massenkonsums und der unüberschaubaren Wirkung von Bildern in Fernsehen, Werbung und Filmindustrie, beschäftigt sich das Ludwig-Forum für Internationale Kunst mit der Frage nach Relevanz und Aktualität von Pop und Pop Art in der heutigen Zeit. Die Ausstellung „Pop Up!“ zeigt vom 5. April bis zum 23. August aktuelle Positionen neben zentralen Werken der Sammlung: Arbeiten von beispielsweise Haegue Yang, Annette Wehrmann und Susanne Paesler stehen neben Werken von Künstlern aus der Sammlung, wie Martin Kippenberger, Andy Warhol und Roy Lichtenstein. So präsentiert die Ausstellung unterschiedliche Perspektiven auf Pop-Phänomene und den Umgang der zeitgenössischen Künstler mit der künstlerischen Tradition.

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