Baratta wird neuer Biennale-Präsident - Rom/Venedig

Paolo Baratta wird neuer Biennale-Präsident

Neue Erwartungen an alten Hasen
Personalwechsel:Paolo Baratta wird neuer Biennale-Präsident

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Der Präsident der römischen Accademia Filarmonica, Paolo Baratta, wird nach der Entscheidung von Kulturminister Francesco Rutelli neuer Präsident der Biennale von Venedig. Er übernimmt damit die Nachfolge von Davide Croff, der das Amt in den vergangenen drei Jahren innehatte – so teilte es das italienische Kulturministerium am Freitag in einer Presseaussendung mit. Der ehemalige Fiat-Manager Croff hinterlässt Finanzierungsprobleme, die auch dazu geführt haben sollen, dass er nicht noch einmal im Amt bestätigt wurde. Croff-Vorgänger Francesco Bonami lobte die Berufung Barattas. "Giornale", die rechtsgerichtete Zeitung Silvio Berlusconis, nannte die Entscheidung allerdings "aufgewärmt".

Der 68-jährige Mailänder Kulturmanager und ehemalige Minister Baratta ist kein Unbekannter in Venedig: Von 1998 bis 2002 hatte er bereits die Biennale geleitet. Er genießt das Vertrauen der lokalen Betreiber; nicht zuletzt auch, weil er während seiner Amtszeit das alte Arsenale erfolgreich für den Ausstellungsbetrieb erschlossen hatte. In seiner neuen Amtszeit gilt es als eine seiner großen Herausforderungen zu prüfen, ob die Biennale-Spielzeit von drei Monaten auf ein Jahr ausgeweitet werden kann.

Kulturminister Rutelli sprach sich außerdem dafür aus, sowohl den Leiter des Filmfests, Marco Müller, als auch Theaterchef Maurizio Scaparro im Amt zu bestätigen. Deren Wiederwahl obliegt nun dem Verwaltungsrat. Jetzt müssen noch ein Leiter für die Architekturbiennale 2008 und die Kunstbiennale 2009 gefunden werden.