Arp-Museum - Remagen

Ende, Aus, Vorbei

Bruch zwischen den Betreibern:Der Ärger um das Arp-Museum ist eskaliert

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Das Land Rheinland-Pfalz trennt sich vom privaten Arp-Verein, mit dem es das erst im September eröffnete Arp-Museum in Remagen-Rolandseck betreibt. Dies teilte Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann- Göttig (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit. Die Rahmenvereinbarung aus dem Jahr 2005 werde fristlos gekündigt.

Zwischen dem Land und dem Verein hatte es schon lange Ärger gegeben. Das Fass zum Überlaufen aber brachte wohl der Verkauf von Kunstwerken aus dem Nachlass des deutschen Malers und Bildhauers Hans Arp durch den Verein – und zwar in einer größeren Zahl als bislang angenommen. Eigentlich sollten die Werke als Dauerleihgaben an das neue Museum in Remagen gehen.

Kritiker stoßen sich schon seit vielen Jahren am Geschäftsgebaren des Arp-Vereins. Mitte der neunziger Jahre kaufte das Land ihm für zehn Millionen Euro rund 400 Arp-Werke ab. Die Landesregierung reklamierte dann mehr als 20 Werke, da es Zweifel an der Rechtmäßigkeit der nach dem Tod von Arp im Jahr 1966 produzierten Güsse gab.