Aby-M.-Warburg-Preis - Werner Hofmann

Auszeichnung für Kunsthistoriker

Der langjährige Direktor der Hamburger Kunsthalle bekommt den Aby-M.-Warburg-Preis
Aby-M.-Warburg-Preis:Kunsthistoriker Werner Hofmann ausgezeichnet

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Der Aby-M.-Warburg-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg wird in diesem Jahr dem Kunsthistoriker Werner Hofmann verliehen. Der Preis würdigt den gebürtigen Österreicher als „Denker, Schriftsteller und öffentlichen Intellektuellen, der durch große Bücher zur europäischen Kunstgeschichte, aber auch durch Streitschriften und journalistische Beiträge hervorgetreten ist”, so die Begründung der Preisrichter.

Werner Hofmann wurde 1928 in Wien geboren. Er hatte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Wissenschaftler die Arbeit des Kunsthistorikers Abraham Moritz Warburg, genannt Aby (1866 bis 1929) aufgegriffen und weitergeführt. Hofmann war von 1962 bis 1969 Gründungsdirektor des Museums des 20. Jahrhunderts in Wien (heute Wien-Museum) und von 1969 bis 1990 Direktor der Hamburger Kunsthalle. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören die Monografien über den deutschen Romantiker Caspar David Friedrich, den spanischen Maler Francisco de Goya und den Impressionisten Edgar Degas sowie die beiden umfassenden Großessays „Das entzweite Jahrhundert“ und „Die gespaltene Moderne“.

Der Aby-M.-Warburg-Preis wird es seit 1980 alle vier Jahre verliehen, er ist mit 10 000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger sind die Kunsthistoriker Jan Bialostocki, Meyer Schapiro und Michael Baxandall, der Kulturhistoriker Carlo Ginzburg, der Anthropologe Claude Levi-Strauss, die Historikerin Natalie Zemon Davis und der Kunsthistoriker Klaus Bredekamp. Der Preis wird am 22. Januar im Hamburger Rathaus verliehen. Petra Bosetti

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